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YouTube: Spam-Konten können Abo-Zahlen senken

YouTuber könnten in Kürze eine Abnahme Ihrer Abonnentenzahlen feststellen. Auf der Videoplattform werden Spam-Konten gelöscht.

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Youtube

(Bild: dpa, Britta Pedersen/Archiv)

Einige YouTuber erhöhen ihre Abonnentenzahlen, indem sie mit sogenannten Spam-Profilen den eigenen Kanal abonnieren oder entsprechende Dienstleistungen einkaufen. Das zu Google gehörende Unternehmen überprüft seine Videoplattform regelmäßig auf entsprechend auffallenden Profile und löscht diese.

Ein kürzlich aufgetretenes Problem, das mittlerweile behoben wurde, führte dazu, dass Spam-Konten unentdeckt blieben und nicht gelöscht wurden. Am 13. und 14. Dezember führte YouTube aufgrund der vorangegangenen Probleme eine systemweite Löschung aller erkannten Spam-Profile durch, was sich auf die Abonnentenzahlen der YouTuber auswirken könnte. Das teilte das Unternehmen in seinem Hilfe-Forum mit.

Mit einem nicht näher erläuterten Mix aus "branchenführender Technik und proprietärer Technologie" will das Unternehmen Spam-Abos entfernen und sicherstellen, dass YouTube für alle eine faire Plattform bleibt. Spam-Profile abonnieren neben dem gewünschten YouTube-Kanal auch andere Kanäle und posten unterschiedliche Kommentare mit dem Ziel, sich wie ein normaler User zu verhalten und um nicht ins Visier der Bereinigungsmechanismen zu geraten.

Follower kaufen

Im Internet gibt es diverse Anbieter, die unter anderem "echte deutsche YouTube-Abonnenten" versprechen. Unterschiedliche Monats-Angebote reichen von "ab 1 Abo bei 0,13 Euro pro Abonnent" bis "ab 1000 Abos für 0,09 Euro pro Abonnent". Für YouTuber sind die Abonnenten-Zahlen mitentscheidend für ihre Einnahmen und Voraussetzung für unterschiedliche Programme. So kann man sich beispielsweise erst mit mehr als 1000 Abonnenten für das YouTube-Partnerprogramm bewerben, in dem man Unterstützung durch das Creator Support-Team von YouTube bekommt und seine Videos monetarisieren kann.

Ob ein Kanal Spam-Abos hatte und diese entfernt wurden, erfahren die Betreiber des jeweiligen Kanals in den kommenden Tagen durch eine entsprechende Meldung in ihrem YouTube Studio oder Classic Creator Studio. Fällt durch die Bereinigung die Zahl der Abonnenten auf unter 1000, habe die davon betroffenen YouTuber keine Berechtigung mehr für das YouTube-Partnerprogramm und müssen sich, wenn sie die Voraussetzungen wieder erfüllen, erneut für das Programm bewerben. Informationen, ob die eingesetzte Technik zur Löschung von Spam-Abonnenten auch die professionellen Anbieter trifft, liegen aktuell nicht vor. (bme)

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