Menü

YouTube startet SpaceLab-Wettbewerb für Schüler

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 1 Beitrag

Welcher wissenschaftlich interessierte Jugendliche träumt nicht davon, eines Tages als Astronaut ins Weltall zu fliegen oder für Experimente an Bord einer Raumstation verantwortlich zu sein? Bis zu einem Mitflug etwa zur International Space Station (ISS) müssen heutige Teenager aber viel Geduld aufbringen – bei der europäischen Raumfahrtbehörde ESA beispielsweise ist für Astronauten ein Mindestalter von 27 Jahren vorgesehen. Früher ließe sich hingegen der zweite Wunsch erfüllen: Die zum Google-Konzern gehörende Videoplattform YouTube und das US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Space Adventures haben Schüler am Dienstag dazu aufgerufen, eigene wissenschaftliche Experimente für die ISS zu entwickeln und entsprechende Konzepte in Videoform über das YouTube-Portal einzureichen. Den Gewinnern des Wettbewerbs winken nicht nur Traumreisen in die USA, nach Japan oder Russland – ihre Experimente sollen zudem im Sommer 2012 an Bord der Internationalen Raumstation durchgeführt und per Video-Livestream in Klassenzimmer weltweit übertragen werden.

Im Sommer 2012 sollen von Schülern entwickelte Experimente an Bord der ISS durchgeführt und in Klassenzimmer weltweit übertragen werden.

(Bild: NASA)

Beteiligt an dem Projekt "YouTube Space Lab" sind auch die ESA, die NASA, die japanische Raumfahrtbehörde JAXA sowie die kanadische CSA. IT-Partner ist der chinesische Lenovo-Konzern. Teilnehmen können Jugendliche alleine oder in Teams mit bis zu drei Personen in zwei Altersgruppen (14 bis 16 und 17 bis 18 Jahre). Gekürt werden zunächst sechs Regionalsieger aus Europa, Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten, Afrika sowie Asien, die für März 2012 jeweils eine Einladung nach Washington erhalten. Dort entscheidet eine Jury dann, welche zwei Experimente später mit an Bord der ISS genommen werden. Zu den Jury-Mitgliedern gehören den Angaben zufolge unter anderem der britische Astrophysiker Stephen Hawking sowie ehemalige und aktuelle Astronauten. Dass Raumfahrt ungeachtet aller internationalen Kooperationen immer auch große Politik ist, lernen die Schüler beim "YouTube Space Lab" ebenfalls: Laut Ausschreibung (PDF-Datei) dürfen an dem Wettbewerb keine Jugendlichen aus Kuba, Iran, Nordkorea, Myanmar/Burma, Syrien, Simbabwe sowie aus allen anderen "von den USA sanktionierten Ländern" teilnehmen. (pmz)

Anzeige
Anzeige