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Youtube-Nutzungsbedingungen: Verwirrung um vermeintliche Kanallöschungen

Die Nutzungsbedingungen von Youtube werden zum 10. Dezember aktualisiert, einige Formulierungen sorgten nun in den sozialen Medien für Aufregung.

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(Bild: Michael Vi/Shutterstock.com)

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Anstehende Änderungen an den Nutzungsbedingungen von Youtube haben in den vergangenen Tagen in sozialen Netzwerken für Aufregung gesorgt. Die Videoplattform hatte Kanalinhaber über die am 10. Dezember in Kraft tretenden neuen Nutzungsbedingungen informiert. Daraufhin machten auf Twitter und Reddit Screenshots einer Formulierung die Runde, die viele Nutzer dahingehend interpretierten, dass Youtube sich das Recht vorbehalte, unprofitable Kanäle zu schließen.

Wörtlich heißt es dort, der Zugriff auf Dienste könne gekündigt werden, "wenn YouTube berechtigterweise davon ausgeht, dass die Bereitstellung des Dienstes an Sie nicht mehr wirtschaftlich ist." Neben zahlreichen Youtubern aus dem englischsprachigen Raum zeigten sich auch deutsche Influencer wie beispielsweise Florian "LeFloid" Diedrich besorgt um mögliche Auswirkungen auf ihre Youtube-Kanäle – unter anderem dann, wenn Videos trotz hoher Reichweiten von der Monetarisierung durch Youtube ausgeschlossen werden, weil sie "werbeunfreundliche Inhalte" enthalten.

Auf Nachfrage von heise online erklärte ein Youtube-Sprecher jedoch, dass die fragliche Passage keineswegs neu sei und man sie in den kommenden Bedingungen nicht verändert habe. Tatsächlich finden sich ähnliche Formulierungen sowohl in der deutschen als auch der englischen Version bereits seit mehreren Jahren in den Nutzungsbedingungen, teilweise schon seit 2015. Der Sprecher betonte auch, man habe die Nutzungsbedingungen lediglich lesbarer gemacht und auf den aktuellen Stand gebracht. "Diese Änderungen haben keine Auswirkungen darauf, wie unsere Dienste funktionieren, wie wir mit Inhaltserstellern zusammenarbeiten, oder auf deren Rechte an ihren Werken oder an Monetarisierung." Auf Twitter stellte ein offizieller Youtube-Account außerdem klar, dass sich die Passage nicht auf das Kündigen einzelner Kanäle beziehe, sondern Youtube nur die Möglichkeit offenhalte, bestimmte Features einzustellen.

Wie The Verge berichtet, beschränken sich die tatsächlichen Änderungen hauptsächlich auf Klarstellungen angesichts anhaltender Kritik am Umgang der Plattform mit extremistischen Inhalten und dem Schutz von Kindern und Jugendlichen. Unter anderem wird betont, dass Youtube nicht dazu verpflichtet werden kann, bestimmte Videos auf der Plattform zur Verfügung zu stellen; außerdem enthalten die Bedingungen nun deutlichere Bestimmungen zur Nutzung von Youtube durch Minderjährige, die jedoch bereits in der seit Juli diesen Jahres für Europa geltenden Version der Nutzungsbedingungen enthalten waren. (siko)