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ZFS als Kernelmodul für Linux

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Laut einem Bericht auf Phoronix soll die indische Knowledge Quest Infotech an einer nativen ZFS-Portierung auf Linux arbeiten. Das Unternehmen mit Know-how in den Bereichen Linux-Kernel und Cluster-Dateisysteme will die Portierung angeblich Mitte September veröffentlichen.

Das Problem bei ZFS für Linux sind die inkompatiblen Lizenzen: ZFS steht unter der CDDL, der Linux-Kernel unter der GPL. Es ist daher weder möglich (und laut Phoronix auch nicht geplant), ZFS in die Kernelquellen zu integrieren, noch darf eine unabhängig vom Linux-Kernel gepflegte ZFS-Implementierung GPL-lizenzierten Kernel-Code nutzen. Laut Phoronix soll KQ Infotech aber eine lizenzrechtlich unproblematische Lösung gefunden haben.

ZFS werde demnach als vorkompiliertes Kernelmodul für Fedora 12 und Red Hat Enterprise Linux 6 Beta 2 bereitgestellt; auf anderen aktuellen Linux-Distributionen wie Ubuntu 10.04 müsse man den Code selbst kompilieren. Anders als die ZFS-Portierung des Lawrence Livermore National Laboratory in Zusammenarbeit mit Oracle soll der ZFS-Port von Knowledge Quest Infotech auch den ZFS Posix Layer, die Schnittstelle zum Betriebssystem, implementieren. Phoronix hat bereits Benchmarks angedroht. (odi)