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ZTE-Smartphone mit Firefox OS soll Anfang 2013 kommen

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Der chinesische Hersteller ZTE will im ersten Quartal kommenden Jahres Smartphones mit dem von Mozilla entwickelten Betriebssystem Firefox OS auf den Markt bringen. Das bekräftigte der Chef der ZTE-Gerätesparte, He Shiyou, laut einem Bericht des Wall Street Journal am Mittwoch in Peking und konkretisierte zugleich die Pläne des Unternehmens für Windows Phone 8.

ZTE zählt zu den frühen Unterstützern des Betriebssystems, das im Februar 2012 auf dem Mobile World Congress in Barcelona noch unter dem Namen "Boot2Gecko" angekündigt worden war. Vor wenigen Tagen hatte Mozilla ein Video veröffentlicht, das Firefox OS bereits in Betrieb auf einem Entwicklermodell von ZTE zeigt.

Mozilla zeigt das Betriebssystem Firefox OS auf einem ZTE-Smartphone.

Bei dem Firefox-Smartphone arbeite ZTE mit einem regionalen Netzbetreiber außerhalb Chinas zusammen, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber The Verge, ohne Einzelheiten zu nennen. Zu den Unterstützern von Firefox OS zählen namhafte internationale Netzbetreiber wie die Deutsche Telekom, Telefónica oder Sprint. Telefónica will erste Geräte unter der Marke "Vivo" Anfang 2013 in Brasilien auf den Markt bringen.

ZTE ist der nach Samsung, Apple, Nokia und HTC fünftgrößte Smartphone-Hersteller der Welt und strebt nach mehr. Das Unternehmen sucht wie andere Hersteller und Netzbetreiber nach Alternativen zu Android, das den Markt dominiert. Dabei dürfte der Patentkrieg, der um Googles Android tobt, für zusätzliche Motivation sorgen.

Das angekündigte Windows Phone 8 ist so eine Möglichkeit, ZTE will Smartphones mit dem Microsoft-System um den Jahreswechsel vorstellen. Windows Phone gibt es allerdings nicht gratis. Ein offenes System wie das von Mozilla kann allerdings dabei helfen, die Lizenzkosten für Hersteller im Rahmen zu halten. (vbr)