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Zahlen bitte! 123456 ... Dein Passwort ist meins!

Am 1. Februar ist "Ändere-dein-Passwort-Tag" - ein Tag, der auf die wichtige Passwortsicherheit aufmerksam machen möchte. Und das ist offenbar auch nötig, solange "123456" das beliebteste Passwort der Deutschen ist.

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Zahlen bitte! Das Problem mit der "123456"

Unser Leben verlagert sich zunehmend ins Digitale und findet zu einem großen Teil online statt: Wir gehen bei Amazon und Co. shoppen, schauen Serien und Filme bei Netflix und erledigen Überweisungen und Geldgeschäfte online. Immer mehr private Daten sind im Netz unterwegs und somit potenziell ausspähbar. Sichere Passwörter zu benutzen, wird daher immer wichtiger.

Trotzdem stehen die Passwörter "123456", "hallo" und "passwort" auch in der jüngsten Studie des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) weiterhin ganz oben auf der Beliebtheitsliste deutscher Internetnutzer. Auch Namen von Haustieren oder Geburtsdaten sind nach wie vor beliebt, können aber mit einer Wörterbuchattacke ebenso leicht geknackt werden. Darüber hinaus sind durch Rekorddatenlecks bei Yahoo & Co. Milliarden Namen/Passwort-Kombinationen ins Netz gespült worden. Ob Ihre Konten betroffen waren, können Sie zum Beispiel mit dem Identity Leak Checker des HPI herausfinden.

Zahlen, bitte!

In dieser Rubrik stellen wir immer dienstags verblüffende, beeindruckende, informative und witzige Zahlen aus den Bereichen IT, Wissenschaft, Wirtschaft und der Mathematik vor.

Da die Menschen auch international wenig kreativ sind, wenn es um die Verschlüsselung Ihrer Online-Accounts geht, riefen die Technik-Blogs Gizmodo und Lifehacker 2012 zum ersten "Change your password"-Tag auf.

Denn ein schwer zu knackendes Passwort zu finden, ist gar nicht so kompliziert. Besonders wichtig: Passwörter dürfen nicht einfallslos sein. Sie sollten Buchstaben, Ziffern und Zeichen enthalten und möglichst lang sein. Außerdem sollte für jeden Online-Account ein anderes Passwort verwendet werden – denn wurde ein Passwort geknackt, dann haben Hacker direkt auch noch Zugriff auf alle Konten, die mit dem gleichen Passwort "geschützt" sind. Mittlerweile fordern viele Webseiten ein komplexeres Kennwort mit Zeichen, Buchstaben und Ziffern von Ihren Nutzer – aber eben noch nicht alle. Wie Sie sich selbst ein gutes Passwort ausdenken, erklären wir Ihnen in dieser Anleitung.

Neben unsicheren Passwörtern birgt auch das Abspeichern der Anmeldedaten auf dem PC oder Smartphone Gefahren. Die Funktion ist zwar praktisch, allerdings können so auch Unbefugte Zugang zu Ihren Kunden-Konten und womöglich auch Zahlungsdaten bekommen. Wenn Sie auf das Abspeichern Ihrer Anmeldedaten dennoch nicht verzichten wollen, sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt werden, die immer mehr Online-Dienste anbieten.

Wer keine Lust hat, sich für jeden Dienst ein einfallsreiches Passwort mit Buchstaben, Ziffern und Zeichen auszudenken, ist ein Kandidat für einen Passwortmanager. Dort können alle Passwörter wie in einem Tresor abgelegt werden. Der Clou: Man braucht sich nur noch ein einziges Master-Passwort merken, um Zugriff auf alle anderen Passwörter zu erhalten. Passwortmanager gibt es als Online- oder Offline-Lösung. Wie Passwortmanager funktionieren und wie man sie benutzen kann, haben wir hier zusammengefasst. Aber auch dann ist Vorsicht geboten: Immer wieder werden Schwachstellen in Passwortmanagern gefunden, über die Angreifer Passwörter auslesen können. (anka)

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