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Zahlen, bitte! 47 – Fundamental zufällige Zahl für Trekkies

Die Bedeutung der 42 ist zumindest unter Science-Fiction-Fans und Nerds hinlänglich bekannt. Für Star-Trek-Enthusiasten ist die 47 aber viel relevanter. Nur warum?

Zahlen, bitte! Die Zahl 47 mit Star Trek (und anderem) zu tun hat

Die 47 hatte sich auch im Zahlenmeer unserer Rubrikenaufmacher versteckt (blassrot eingefärbt). Bloß ein "fundamentaler Zufall"?

Was soll denn bitte an der Zahl 47 so besonders sein? Gut, sie ist immerhin die fünfzehnte Primzahl. Das macht sie mathematisch nicht gänzlich uninteressant. Aber trotzdem ist sie weit davon entfernt, besonders zu sein. Die 47 beantwortet auch nicht die Frage "nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest". Die Antwort darauf ist immer noch 42. Trotzdem wird die 47 spätestens ab dem Jahr 2369 eine wichtige Rolle spielen – wenigstens im Star-Trek-Universum.

Offenbar durch einen Riss im Raumzeitkontinuum ins Jahr 1987 gelangte Log-Bücher zeigen, dass die 47 als Zahl oder (umgedrehte) Ziffernfolge bei "Star Trek: The Next Generation" (TNG) mit einer verblüffenden Häufigkeit in unterschiedlichsten Zusammenhängen auftaucht:

Die 47 in "Star Trek: The Next Generation"

Aber nicht nur bei TNG kommt die 47 vor, sondern auch in den folgenden Star-Trek-Serien wie "DS9" und "Voyager" gibt sie sich immer wieder ihr Stelldichein:

Die 47 in "Star Trek: Voyager"

Längst ist die 47 auf andere Serien und Filme übergesprungen. Vor allem Regisseur J.J. Abrams ist ihr verfallen. Die 47 kommt häufiger in seinen Serien "Fringe", "Alias" und "Revolution" vor. Auch die Enterprise wurde in Abrams' Star-Trek-Reboot aus dem Jahr 2009 im Sektor 47 der Riverside Shipyards gebaut. Inzwischen hat es die 47 dank Abrams sogar ins Star-Wars-Universum geschafft. In "Episode VII: Das Erwachen der Macht" ist der Thermal-Oszillator in Bezirk 47 der Starkiller-Basis.

Aber woher kommt diese Besessenheit für die 47? Tatsächlich startete sie wohl im Jahr 1964 am Pomona College. Dort untersuchten die Studenten Laurens Mets und Bruce Elgin in einem Spaßprojekt, ob die Zahl 47 möglicherweise häufiger vorkommt als andere Zufallszahlen. Der am Pomona College lehrende Dr. Donald Bentley griff das auf, um in einem Scheinbeweis zu zeigen, dass sogar alle Zahlen gleich 47 sind (diesen "Beweis" hätte man allerdings auch für alle anderen Zahlen führen können).

Über die Jahre verselbständigte sich der Studentenspaß so weit, dass die "47 Story" inzwischen sogar Teil der Geschichte des Pomona College ist.

Die "47 Society" ist gar der Meinung, die Zahl ist DIE fundamental zufällige Zahl schlechthin ist: Wenn irgendeine Zahl zufällig vorkommt, dann vorzugsweise die 47 ;-)

Doch was hat das mit Star Trek zu tun? Ganz einfach: Der spätere Star-Trek-Autor Joe Menosky studierte am Pomona College und ist dort der 47-Faszination erlegen.

Das führte dazu, dass er die 47 immer wieder in seinen Drehbüchern unterbrachte; andere Star-Trek-Autoren machten es ihm nach. Vor einigen Jahren bestätigte "Voyager"-Produzent Brannon Braga, dass Menosky damit begonnen und alle anderen "angesteckt" hat.

Inzwischen heißt es, "no Star Trek story would be complete without it". Das wird wohl auch so bleiben, denn Menosky ist ins Autoren-Team der für 2017 angekündigten Serie "Star Trek: Discovery" berufen worden. Zumindest im Star-Trek-Universum dürfte die 47 damit ihre Rolle als fundamental zufällige Zahl behaupten ...

P.S.: Logisch, dass diese Folge von "Zahlen, bitte!" zehn Minuten später als üblich erscheint, nämlich um 13:47 Uhr . (vza)

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