Zahlen per Kreditkarte und Smartphone

Der irische Finanzdienstleister Sumup bietet ab sofort auch deutschen Kunden an, Bezahlvorgänge über Kreditkarte und Smartphone-Lesegerät abzuwickeln.

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Update
Von
  • Hans-Peter Schüler

Die irische Firma Sumup hat am heutigen Mittwoch ihre Internetdienste für deutsche, niederländische, italienische und spanische Kunden freigeschaltet. Seit einigen Monaten ist das Unternehmen bereits im vereinigten Königreich und der Republik Irland aktiv. [Update:] Nach Auskunft des Unternehmens ist Sumup in Deutschland bereits seit August aktiv. Die verkündete Expansion bezieht sich demnach nur auf die Märkte in den Niederlanden, Italien und Spanien.[/Update]

Wer sich übers Web bei dem Anbieter registriert, soll mit der Post ein kostenloses Lesegerät erhalten, das zusammen mit einem iOS- oder Android-Mobilgerät und einer ebenfalls kostenlosen App Bezahlvorgänge per Kreditkarte ermöglicht. Typischerweise soll es sich dabei um ein Lesegerät für Chipkarten handeln, Sumup hat aber auch einen Magnetstreifen-Leser im Angebot.

Sumup Kreditkartenleser (3 Bilder)

Sumup-Kreditkartenleser

Der Kreditkartenleser von Sumup kommuniziert analog über die Audiobuchse. (Bild: Sumup)

Als Händler kann man den geforderten Betrag direkt eingeben oder im Voraus einen Katalog der angebotenen Produkte eingeben und dann eines oder mehrere davon per Fingertipp auswählen. Entsprechende Konfigurationen erfolgen über das offengelegte API der Sumup-App. Laut Herstellerauskunft sollen sich damit ausschließlich Beschreibungen des Angebots realisieren lassen, Eingriffe in den maßgeblichen Datentransfer sind nicht möglich. Der Kunde erhält den Beleg zu seinem Kauf entweder per SMS oder E-Mail. Das Verfahren wird für Transaktionen über Visacard und Mastercard sowie für Lastschriften per EC-Karte akzeptiert und verursacht beim Händler Gebühren von 2,75 Prozent der Transaktionsbeträge.

Die Lesegeräte kommunizieren über die Audiobuchsen mit den Smartphones, ähnlich wie das vor Jahrzehnten in Kassettenrecorder-Schnittstellen geschah. Unterstützt werden iPhone 3 GS, iPad1, iPod Touch und die jeweiligen Nachfolgemodelle sowie eine Reihe von HTC- und Samsung-Smartphones mit Android ab Version 2.3.7. Voraussetzung ist außerdem jeweils ein GPS-System im Handy, weil die App den Ort der Transaktion aufzeichnet. (hps)