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Zahlungsdienstleister Klarna übernimmt insolventes Startup Cookies

Die Schweden als weißer Ritter: Die Klarna Gruppe übernimmt die Mitarbeiter des gescheiterten Berliner Fintech-Startups. Viel Geld ist dabei offenbar nicht geflossen.

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Zahlungsdienstleister Klarna übernimmt insolventes Startup Cookies

Garry Krugljakow und Lamine Cheloufi haben sich zerstritten, das gemeinsam gegründete Startup ist insolvent.

(Bild: Cookies)

Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna übernimmt das insolvente Startup Cookies. Die Übernahme sei ein sogenannter "Asset-Deal", berichtet t3n. Klarna sei vor allem an den Mitarbeitern interessiert. Die meisten der 17 Mitarbeiter des Berliner Startups haben demnach bereits einen Weiterbeschäftigungsvertrag unterzeichnet. Darüber hinaus zahle Klarna nur eine "unbedeutende Summe".

Cookies hat eine App für Geldtransaktionen auf Messenger-Basis entwickelt und galt als eines der heißesten Fintech-Startups in der Hauptstadt. Ende Oktober musste das Unternehmen überraschend Insolvenz anmelden, offenbar weil eine Anschlussfinanzierung geplatzt war. Mitgründer Lamine Cheloufi gibt daran seinem Kompagnon Garry Krugljakow die Schuld.

Mitgründer Krugljakow war im Oktober plötzlich aus dem Unternehmen ausgeschieden. Cheloufi sprach von "unüberbrückbaren professionellen und kulturellen Differenzen". Krugljakow habe Gespräche mit Investoren blockiert und so sei die dringend nötige nächste Finanzierungsrunde geplatzt. Das Unternehmen war zahlungsunfähig.

Klarna ist ein schwedischer Zahlungsdienstleister, der Kunden von Online-Shops die Bezahlung auf Rechnung ermöglicht und das Risiko für Händler übernimmt. Seit 2013 gehört der deutsche Anbieter Sofort Überweisung zur Klarna Gruppe. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1400 Mitarbeiter und ist in 18 Märkten aktiv. Klarna hat demnach über 45 Millionen Kunden und arbeitet mit 65.000 Händlern zusammen. (vbr)

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