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Zeiss: Halbleiter- und Medizintechnik treiben Wachstum

Der Optikkonzern Zeiss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den höchsten Umsatz der Konzerngeschichte erzielt. Maßgeblicher Treiber war die Halbleitersparte.

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Zeiss: Halbleiter- und Medizintechnik treiben Wachstum

Die Konzernzentrale in Oberkochen

(Bild: Zeiss)

Die Halbleitersparte und die in Jena angesiedelte Medizintechnik erweisen sich für den Optikkonzern Carl Zeiss weiter als Wachstumstreiber. Gut 5,8 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2017/18 bedeuten ein Plus von neun Prozent und den höchsten Wert in der Geschichte, wie das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Unter dem Strich sorgten ungünstige Wechselkurse aber für einen Rückgang des Konzernergebnisses um knapp fünf Prozent auf 535 Millionen Euro.

"Die Währung hat gegen uns gespielt", sagte Finanzvorstand Christian Müller. Trotzdem sei es gelungen, die Effekte weitgehend zu kompensieren. Zeiss erzielt rund 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland. Zweitgrößter Konzernstandort ist Jena, wo das Unternehmen im 19. Jahrhundert vom Mechaniker Carl Zeiss gegründet wurde. An seinem Ursprungsort beschäftigt das Unternehmen derzeit mehr als 2000 Mitarbeiter. Dort hat auch die börsennotierte Carl Zeiss Meditec AG ihren Sitz.

Die Halbleitertechnik, also das Geschäft mit Anlagen für die Produktion von Mikrochips, legte mit einem Umsatzplus von 26 Prozent am stärksten zu. Die Medizintechniksparte wuchs um acht Prozent. Die immer noch knapp umsatzstärkste Zeiss-Sparte Industrial Quality & Research, zu der unter anderem Messtechnik und Mikroskopie zählen, sowie Consumer Markets – Brillen-, Ferngläser, Objektive – wuchsen nur minimal beziehungsweise gar nicht. (mho)