Zeiss baut Softwarebereich mit Übernahme von Saxonia Systems aus

Das von Carl Zeiss nun übernommene Unternehmen Saxonia Systems geht in Carl Zeiss Digital Innovation über und soll Softwareprojekte voranbringen.

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Die Konzernzentrale von Zeiss in Oberkochen.

(Bild: Zeiss)

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Der Optik- und Elektronikkonzern Carl Zeiss hat die Übernahme des Softwareanbieters Saxonia Systems AG abgeschlossen. Das 1990 in Dresden gegründete Unternehmen soll unter dem neuen Namen Carl Zeiss Digital Innovation digitale Projekte von Zeiss unterstützen und bei der Innovation eine führende Rolle spielen, wie der Konzern am Montag am Hauptsitz Oberkochen mitteilte. Die Zustimmung des Bundeskartellamts zu der Transaktion sei erfolgt.

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Im September 2018 hatte Zeiss erste Anteile an Saxonia Systems erworben. Zuletzt hat Zeiss rund 25 Prozent der Geschäftsanteile gehalten. Alle 235 festangestellten Mitarbeiter würden weiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der Dresdner Firma wurde bisher mit etwa 32 Millionen Euro beziffert. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Bereits seit zehn Jahren arbeitet die in Jena angesiedelte Medizintechnik-Sparte von Zeiss den Angaben nach mit Saxonia zusammen. Jena ist der zweitgrößte Standort des baden-württembergischen Konzerns unter anderem mit der börsennotierten Zeiss Meditec AG und einigen anderen Tochterfirmen.

Zeiss will zudem am Standort Dresden einen zweiten Innovation Hub aufbauen, um die Vernetzung mit Forschung und Wissenschaft vor Ort zu stärken, insbesondere mit der Technischen Universität Dresden, heißt es in der Mitteilung. Eine ähnliche Kooperation besteht bereits im Zeiss Innovation Hub am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Der Optik-Konzern will zudem die Aktivitäten und die Mitarbeiterzahl in der neuen Carl Zeiss Digital Innovation nach eigenem Bekunden deutlich ausbauen.

In Jena – dem Gründungsort des Unternehmens – beschäftigt Zeiss mehr als 2300 Mitarbeiter. Derzeit entsteht in der Industriestadt ein neuer Zeiss-Campus für rund 300 Millionen Euro. Dort sollen alle Jenaer Tochterfirmen künftig ihren Sitz haben. (olb)