Zeiss übernimmt Softwareunternehmen Saxonia AG

Erst hatte Zeiss im Jahr 2018 einige Anteile von Saxonia Systems erworben. Jetzt übernimmt Zeiss Saxonia komplett.

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Carl Zeiss bezeichnet die EUV-Technik zur Halbleiterproduktion als die Zukunft für den Unternehmensbereich Halbleitertechnik. Dafür wird für EUV-Licht mit einer Wellenlänge von 13,5 Nanometern genutzt.

Optische Komponenten zur Halbleiterherstellung bei Zeiss.

(Bild: Carl Zeiss)

Von
  • dpa

Der Optik- und Elektronikkonzern Carl Zeiss übernimmt den Softwareanbieter Saxonia Systems AG in Dresden komplett. Bisher hielt Zeiss an der sächsischen Firma mit 235 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 32 Millionen Euro 25 Prozent der Geschäftsanteile. Zeiss begründete die Übernahme am Mittwoch damit, dass so die Softwarekompetenz für digitale Anwendungen im Konzern ausgebaut werde.

Bereits seit zehn Jahren arbeitet die in Jena angesiedelte Medizintechnik-Sparte von Zeiss den Angaben nach mit Saxonia zusammen. Jena ist der zweitgrößte Standort des baden-württembergischen Konzerns unter anderem mit der börsennotierten Zeiss Meditec AG.

Im September 2018 hatte Zeiss erste Anteile an Saxonia Systems erworben. Die Saxonia-Gründer Viola Klein und Andreas Mönch bleiben laut Mitteilung zunächst dabei und begleiteten die Integration beider Unternehmen im Jahr 2020. Alle 235 festangestellten Mitarbeiter würden weiter beschäftigt.

Die Zustimmung des Bundeskartellamts zu der Transaktion werde im Februar 2020 erwartet. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. (kbe)