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Zeitung: Regierung will mehr Computerspiele als bisher verbieten

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Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge mehr Computerspiele als bisher verbieten. Der Online-Ausgabe der Zeitung Die Welt zufolge will das Kabinett im kommenden Herbst über eine Verschärfung des Jugendschutzgesetzes entscheiden. Ein wesentlicher Punkt sei, dass künftig nicht nur Gewalt verherrlichende Spiele für Computer und Spielekonsolen auf den Index kommen. Der entsprechende Paragraf solle auf "Gewalt beherrschte Spiele" ausgedehnt werden.

"Wenn Sie beispielsweise in einem Spiel belohnt werden, weil Sie Gewalt anwenden, anstatt eine Aufgabe friedlich zu lösen, kann das aus unserer Sicht Jugendliche negativ beeinflussen", sagte ein Sprecher von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Der Gesetzentwurf sieht dem Bericht zufolge auch vor, der Polizei Testkäufe im Handel zu erleichtern. So wolle von der Leyen verhindern, dass verbotene Spiele trotz der Indizierung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM) über die Ladentheke gehen.

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten Anfang Juni beschlossen, der Verbreitung so genannter Killerspiele Einhalt gebieten. Die Innenministerkonferenz strebt ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot gewalttätiger Computerspiele an. Sie stellt die Selbstkontrolle durch die Produzenten in Frage und spricht sich für ein anderes Instrumentarium aus, um Gewaltspiele zu indizieren.

Siehe dazu auch den Online-Artikel in c't-Hintergrund zur bisherigen Berichterstattung über die Diskussion um das Jugendmedienschutzrecht, Gewaltspiele, Verbotsforderungen und Beschränkungen für Jugendliche bei Spielen:

(dpa) / (mw)

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