Zeitung: Regierung will mehr Sicherheitsforschung

Unter Federführung des Forschungsministeriums will Ministerin Anette Schavan ein nationales Zentrum für Wehr- und Sicherheitsforschung etablieren und in die Sicherheitsforschung um 600 Millionen Euro investieren.

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Von
  • Detlef Borchers

Während in den USA die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bei den Sicherheitstechnologien nach dem 11. September 2001 rasant in die Höhe geschnellt sind und sich derzeit auf vier Milliarden Dollar jährlich belaufen, stagnierte dieser Bereich in Deutschland unter der rot-grünen Regierung. Das soll sich nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung drastisch ändern.

Unter Federführung des Forschungsministeriums will Ministerin Anette Schavan ein nationales Zentrum für Wehr- und Sicherheitsforschung etablieren und in die Sicherheitsforschung um 600 Millionen Euro investieren. Insgesamt neun Fraunhofer-Institute und die drei Institute der für die Bundeswehr arbeitenden "Forschungsgesellschaft Angewandte Naturwissenschaften" (FGAN) sollen dabei unter einem Dach zusammengefasst werden. Zu den Forschungsfeldern, die Schavan besonders fördern will, zählen die Echtzeit-Auswertung von Videobildern, der Schutz von kritischen Infrastrukturen wie Datenbanken und die Entwicklung von C4I-Systemen (Command, Control, Communications, Computers, Intelligence) zur Prävention von Terror-Anschlägen und zur schnellen Reaktion auf solche Anschläge.

Da bald erhebliche Fördermittel in die Sicherheitsforschung fließen sollen, glaubt die FAZ, dass die deutsche Wissenschaft ihre Position zu dem umstrittenen Gebiet der Sicherheitsforschung (verstanden als Surveillance-Forschung) klären müsse. Als Forschungsziel müsse der Schutz der Bevölkerung vor Terrorismus definiert werden. (Detlef Borchers) / (jk)