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Zeitung: US-Investor steigt bei Balda ein

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Der US-Investor Guy Wyser-Pratte hat ein Aktienpaket des deutschen Handyzulieferers Balda erworben. Wie er dem Handelsblatt (Freitagsausgabe) bestätigte, hält er inzwischen 5,39 Prozent an dem deutschen Handy-Zulieferer aus Bad Oeynhausen. Das Paket sei jetzt rund 22 Millionen Euro wert, knapp 30 Prozent mehr als bei seinem Einstieg bei einem Kurs von sieben Euro. Als in dieser Woche bekannt wurde, dass Balda die Touch-Screens für das neue iPhone von Apple liefere, sei der Kurs vorübergehend auf mehr als neun Euro gestiegen.

In den letzten Jahren sei Wyser-Pratte durch harten Druck auf unterbewertete Unternehmen in die Schlagzeilen geraten, so bei dem Karlsruher Maschinenbauer IWKA. Dort hätten seit seinem Einstieg im Oktober 2003 fünf Vorstände und sieben Aufsichtsräte das Unternehmen verlassen, schreibt das Blatt weiter. Mit einem Engagement bei Mobilcom habe er dagegen weniger Glück gehabt. Für Experten sei der Einstieg des US-Investors dennoch ein gutes Zeichen. Wyser-Pratte sei ein erfahrener Investor mit einem "sehr guten Riecher", sagte ein Analyst der Zeitung. "Wir sehen in der Aktie noch ein deutliches Potenzial."

Balda, der zuletzt durch die Insolvenz des Kunden BenQ Mobile in Schwierigkieten geraten war, sei seit Monaten im Visier von Hedge-Fonds. Nach Angaben des Handelsblatts besitzt Cycladic Capital 8,5 Prozent des Kapitals und hatte vor einigen Wochen Einblick in die Bücher verlangt. Auch der bekannte Investor Florian Homm ist engagiert. Ein Übernahmeangebot des Hedge-Fonds Audley Capital hatte Vorstandschef Joachim Gut im Herbst 2006 abgelehnt. Unter den neuen Bedingungen habe Audley seine Übernahmepläne wieder aufgewärmt, schreibt die Wirtschaftszeitung. (vbr)

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