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Zenimax vs. Oculus vor Gericht: Zuckerberg verteidigt Macher von VR-Brille Oculus Rift

In der Auseinandersetzung um angeblichen Technologieklau durch John Carmack beim Wechsel zu Oculus betonte Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor Gericht, für die Massentauglichkeit von VR seien noch Milliarden-Investitionen nötig.

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Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg sagt vor Gericht aus

(Bild: dpa, Kay Nietfeld)

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Der milliardenschwere Streit um die VR-Brille Oculus Rift hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg seinen ersten Auftritt vor Gericht eingebracht. Er verteidigte in dem Verfahren in Dallas die Entwickler des Geräts gegen den Vorwurf, Technologie einer anderen Firma gestohlen zu haben. Diese Behauptung sei falsch, sagte Zuckerberg am Dienstagabend laut US-Medienberichten.

Facebook hatte die Rift-Entwicklerfirma Oculus 2014 für zwei Milliarden Dollar gekauft. Die klagende Firma ZeniMax Media erhebt Anspruch auf die Technologie. Die Software-Firma behauptet, dass Oculus nur dank John Carmack in der Lage gewesen sei, eine hochwertige Brille zur Anzeige virtueller Realität zu entwickeln. Er habe tausende Dokumente zu Oculus mitgenommen. Die Kläger versuchen auch nachzuweisen, dass Facebook beim Kauf von einem Technologie-Diebstahl gewusst habe.

Oculus-Technologiechef John Carmack hatte bei ZeniMax gearbeitet: Carmack ist einer der Gründer von id Software, die seit 2009 zu Zenimax gehören, und verließ das Unternehmen endgültig im November 2013.

Bereits seit 2012 hatten er und andere id-Mitarbeiter laut der Klageschrift die Entwicklung der Virtual-Reality-Brille von Oculus substanziell unterstützt. Dabei sollen patentgeschützte Techniken, Programmcodes und ähnliches Know-How aus dem Besitz von Zenimax eingeflossen sein, obwohl Carmack und die anderen Mitarbeiter entsprechende Verschwiegenheitsvereinbarungen unterzeichnet hatten

Zuckerberg schränkte bei seiner Aussage den Berichten zufolge auch ein, dass die Vision von einer breiten Nutzung virtueller Realität im Alltag noch Jahre entfernt sei und Milliarden-Investitionen erfordern werde. Er habe vor der Klage nie von ZeniMax gehört.

Neben Zenimax hat auch Total Recall Technologies Oculus verklagt: In dem Verfahren geht es um Oculus Gründer Palmer Luckey, der vertrauliche Informationen für den Bau der VR-Brille Oculus Rift unerlaubt genutzt haben soll. (mit Material von dpa) / (jk)

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