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Zensur: Gmail in China wohl blockiert

Googles Web-Mail-Dienst Gmail ist in China seit Ende der vergangenen Woche nicht mehr erreichbar. Experten machen Chinas Zensurinstrument der "Great Firewall" dafür verantwortlich.

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In China sind seit vergangenen Freitag E-Mail-Adressen von Googles Web-Dienst Gmail nicht mehr erreichbar. Chinesische Aktivisten, die mit GreatFire.org für Meinungsfreiheit im Internet eintreten, gehen von einer Blockade der chinesischen Regierung aus. Ein Mitglied der Gruppe vermutete gegenüber dem britischen Guardian, dass die Regierung versuche, Googles Einfluss in China zu unterminieren. Wenn geschäftliche Kontakte in China via Gmail nicht mehr erreichbar wären, sähen sich deren Partner im Ausland gezwungen, andere Web-Dienste zu nutzen.

Googles Transparenzbericht verzeichnet für die Gmail-Nutzung in China seit Freitag einen starken Abfall.

(Bild: Google)

Googles Transparenzbericht zeigt für den Gmail-Traffic in China seit Mitte 2010 große Schwankungen. Am 26. Dezember fällt die Kurve plötzlich stark ab. Ein Google-Sprecher in Singapur sah auf Anfrage des Guardian allerdings keine Probleme auf Seiten des Konzerns.

Seit Juni waren etliche Google-Dienste in China immer wieder Störungen ausgesetzt. Gmail ließ sich bisher aber grundsätzlich noch nutzen. Damit ist es jetzt anscheinend erst einmal vorbei. Dem widersprach die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Hua Chunying. Sie sagte demnach, dass sie nichts von einer Blockade wüsste und dass die chinesische Regierung sich für gute Geschäftsbeziehungen mit ausländischen Investoren einsetze. (akr)