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ZeroMQ-Schöpfer Pieter Hintjens ist gestorben

Einer der wichtigsten Vertreter im Kampf gegen Softwarepatente und ein großer Förderer des Open-Source-Gedankens ist letzte Woche gestorben. Hintjens litt an einer aggressiven Krebserkrankung.

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ZeroMQ-Schöpfer Pieter Hintjens ist gestorben

Pieter Hintjens als Keynote-Sprecher auf der data2day 2014

Letzte Woche ist Pieter Hintjens auf eigenen Wunsch verstorben. Er verabschiedete sich am 4. Oktober auf Twitter für ihn typisch mit den Worten "I'm choosing euthanasia etd 1pm. I have no last words." Hintjens, einst Präsident der sich gegen Softwarepatente richtenden Foundation for a Free Information Infrastructure (FFII) und initialer Schöpfer des Advanced Message Queuing Protocol (AMQP), hatte im Frühjahr erfahren, dass er an einem Gallengangskarzinom, einer sehr aggressiven Form eines Tumors, leide, und seitdem in seinem Blog auf berührende, aber auch schockierende Art seine Gefühlslage zum Ausdruck gebracht. Sterbehilfe ist in Belgien, wo Hintjens lebte, in Fällen wie dem seinen erlaubt.

Hintjens wurde 1962 im Kongo geboren und wuchs in Ostafrika auf. Zuletzt war er CEO und Chief Software Designer für die von ihm gegründete Firma iMatix und zugleich Schöpfer der Messaging-Bibliothek ZeroMQ, des AMQP-Messaging-Service OpenAMQ, der Code-Generatoren Libero und GSL sowie des Xitami-Webservers. Wichtiger sind vermutlich seine Bemühungen im FFII-Kontext und als einer der Gründer der Digital Standards Organization. Auch hat Hintjens etliche Bücher verfasst.

Lesen Sie einen längeren Nachruf mit persönlichen Erinnerungen an Hintjens bei heise Developer:

(ane) / (mho)

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