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CES

Zotac bringt passiv gekühlten Mini-PC mit AMD Ryzen 3

Die Zbox nano mit 15-Watt-Ryzen-CPU gibt es auch aktiv gekühlt. Darüber hinaus zeigt Zotac auf der CES jede Menge aktualisierter kleiner und kleinster PCs.

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Die Zotac Zbox CA621 nano ist passiv gekühlt und kommt mit AMD Ryzen 3 3200U inside.

(Bild: Zotac)

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Neben zahlreichen Mini-PCs mit Intel-CPU, hat Zotac demnächst wieder mit AMD-Prozessor bestückte Rechner im Angebot. Die schicke Zbox CA621 nano kommt mit einem passiv gekühltem Ryzen 3 3200U auf den Markt und ergänzt die schon erhältlichen Intel-Varianten. Für die Creator-Zielgruppe hat man zudem einen 6-Liter-PC mit 8-Kern-CPU von Intel, RTX 2070 und Nvidia-Studio-Zertifizierung aufgelegt.

Zwei neue Barebones hat Zotac in seiner passiv-gekühlten C-Serie anzubieten. Äußerlich entspricht der CA621 nano seinen Intel-Brüdern wie den CI622 nano, drinnen steckt aber der Ryzen 3 mit 15 Watt TDP. Der große Kühlkörper könnte laut Zotac sogar 25 Watt Abwärme ableiten, Modelle mit stärkeren mobilen Ryzen sind aber nicht angekündigt. Auch der Ryzen 4000 sei zwar ein Thema, er wird aber sobald nicht als Modellvariante erscheinen.

So ordnet sich der CA621 nano performance-mäßig eher am unteren Ende der Baureihe ein. Mit seiner Vega-3-Grafikeinheit zieht der kleine Ryzen seinem Intel-Pendant mit Core i3 auch nicht davon, für ein paar einfache Spiele dürfte es aber ausreichen.

Anschlüsse gibt es einige: Insgesamt vier USB-A-Anschlüsse mit USB-3.0-Geschwindigkeit (1 x vorne, 3 x hinten), ein SD-Kartenslot, ein HDMI-2.0- sowie ein DisplayPort-Anschluss und zwei Gigabit-Ethernet-Buchsen sind außen zu finden. Drinnen ist Platz für eine kleine M.2-SSD (Größe 2242) und ein SATA-Anschluss für eine 2,5-Zoll-Platte. Bis zu 32 GByte RAM passen in die zwei SO-DIMM-Slots. Funkverbindung gibt es mit ac-WLAN (Wi-Fi 5) und Bluetooth 5. Ein externes 65-Watt-Netzteil und eine VESA-Halterung liegen der Packung bei.

Zusätzlich wird es noch eine kompakte Version MA621 mit Lüfter, aber der gleichen CPU geben. Zu Preis und Erscheinungsdatum konnte Zotac derweil nichts sagen, hier sollen in einigen Wochen weitere Infos folgen.

Aktiv gekühlt wird der MA621 nano etwas kleiner als sein passives Pendant, sieht aber auch nicht mehr so hübsch aus.

(Bild: Zotac)

Der zweite passiv gekühlte Neuzugang soll vor allem durch sein flaches Gehäuse überzeugen. Mit rund 32 Millimetern Dicke und 0,7 Liter Volumen fällt die Zbox Edge CI341 recht kompakt aus. Den größten Teil nimmt dabei der Kühler ein, trotzdem darf nur ein Intel Celeron N4100 mit 6 Watt TDP hinein. Die Quad-Core-CPU erreicht 1,1 GHz im Basistakt und darf bis 2,4 GHz aufdrehen. Zwei RAM-Steckplätze (für maximal 8 GByte RAM) und ein M.2-Slot müssen als Erweiterungsslots ausreichen. Dank VESA-konformen Bohrungen, kann er zum Beispiel auch hinten an einen Fernseher geschraubt werden.

Mehr Platz für Erweiterungen und eine stärkere CPU bringt der aktiv gekühlte Edge MI643, obwohl er mit 28 Millimetern sogar etwas flacher ausfällt. Er kommt mit einem Intel Core i5-10210U (1,6 GHz Basis- / 4,2 GHz Boosttakt), nimmt zwei SO-DIMMs für maximal 64 GByte RAM und sogar bis zu zwei M.2-SSDs auf.

Zotac Mini-PCs CES 2020 (13 Bilder)

Zotac CA621 nano
(Bild: asp)

Auf der Vorderseite gibt es bei beiden Modellen einen Audio-Kombo-Anschluss sowie jeweils eine USB-A- und USB-C-Buchse. Hinten befinden sich bei passiven Modellen ein USB-A-Anschluss und beim aktiv gekühlten zwei USB-A-Anschlüsse. Dem jeweiligen Prozessor geschuldet, laufen die Anschlüsse mit USB 3.0 beim Celeron und USB 3.1 beim Core i5. Dazu kommen HDMI und Displayport, ein MicroSD-Kartenleser sowie jeweils zwei Gigabit-Ethernet-Ports.

Zumindest im ruhigen Ausstellungsraum war von dem Lüfter nur mit dem Ohr nah am Mini-PC ein leises Rauschen zu hören. Ob der Lüfter unter Volllast im leisen Büro stört, bleibt noch abzuwarten.

Immer mehr Hersteller setzen auf die sogenannten Creator als Zielgruppe. Also Nutzer, die ihren PC etwa für Videoschnitt, Render-Aufgaben, Bildbearbeitung und andere leistungshungrige Aktivitäten brauchen. Nvidia hat für diese Zielgruppe nicht nur eigene Grafiktreiber im Angebot, sondern zertifiziert über Nvidia Studio auch PCs, die solchen Ansprüchen genügen sollen.

Drinnen steckt Desktop-Technik mit reichlich Abwärme, trotzdem fällt das Inspire Studio verhältnismäßig klein aus. Es soll auch für leistungshungrige Anwendungen genug Power haben.

(Bild: Zotac)

Mit der neuen Serie Inspire Studio will auch Zotac diesen Markt ansprechen. In einem immer noch recht kompakten Gehäuse steckt man eine 65-Watt-CPU von Intel mit 8 Kernen und eine RTX 2060/2070 in der Desktop-Variante. Um den Nvidia-Kriterien zu genügen, sind bereits 32 GByte RAM, eine 512 GByte NVMe-SSD, eine 2 TByte HDD, Wifi 6 und Windows 10 Pro im Paket dabei.

Abgesehen vom weißen Gehäuse und der 65-Watt-CPU, die exklusiv für die Serie ist, entspricht der kompakte PC weitgehend der Magnus-E-Serie, die bereits länger auf dem Markt ist. Auch sie wurde weiter aufgerüstet und kann nun maximal mit einem Intel Core i7-9750H (6 Kerne, 45 Watt) und einer Nvidia RTX 2070 Super geordert werden.

Mit sechsmal USB 3.1 (einmal USB-C), drei Displayport-Ausgängen, HDMI 2.0b, 2,5- und 1-GBit-Ethernet-Ports und Wi-Fi 6 hat man einen veritablen Desktop-Ersatz im knapp 6 Liter großen Gehäuse. Intern sind ein M.2-Slot und ein SATA-Anschluss für ein 2,5-Zoll-Laufwerk vorhanden.

Zu Preisen und Verfügbarkeit fehlen auch hier noch die Infos.

Für VR-Vergnügen ohne Stolperfallen soll der Zotac Rucksack-PC sorgen. Drinnen steckt eine RTX 2070 um der Grafik Beine zu machen.

(Bild: Zotac)

Seinen VR-Rucksack-PC VR Go hat Zotac ebenfalls aktualisiert. So tut im VR Go 3.0 nun eine Nvidia RTX 2070 statt einer GTX 1070 ihren Dienst. Zudem wurde das Tragegeschirr verändert: Das Material ist nun weniger anfällig für Schweiß und lässt sich leichter abwischen. Da der Rucksack häufig in VR-Arcades eingesetzt wird, eine sicherlich willkommene Änderung. (asp)