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Zu Weihnachten einen Keks: Android 8 “Oreo” für das Huawei Mate 9

Huawei liefert für sein Vorjahresmodell Mate 9 das Update auf Android 8 aus. Auch für Geräte von HTC, Nokia, Oneplus und Sony ist “Oreo” schon erhältlich. Andere Hersteller lassen sich noch Zeit.

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Zu Weihnachten einen Keks: Android 8 “Oreo” für das Huawei Mate 9

Das Huawei Mate 9 bekommt zu Weihnachten ein Update auf Android 8.

(Bild: c't)

Der Smartphone-Hersteller Huawei versorgt sein Vorjahres-Spitzengerät Mate 9 mit der aktuellen Android-Version. Das Update auf Android 8 “Oreo” für das Huawei Mate 9 wird ab sofort ausgeliefert, teilte der Hersteller am Montag mit. Auch Huaweis hauseigene Oberfläche wird auf den neuesten Stand gebracht: mit dem Oreo-Update kommt der Versionssprung von EMUI 5.1 auf EMUI 8.0.

Der Nachfolger des Mate 9 (ab 495,12 €) wird bereits mit der aktuellen Betriebssystemversion ausgeliefert: Das hierzulande erhältliche Huawei Mate 10 Pro und die Variante mit Porsche Design haben Android 8 Oreo ab Werk. Für das im Frühjahr vorgestellte Spitzenmodell Huawei P10 (ab 358 €) lauft bereits der Beta-Test, das Oreo-Update wird für Anfang 2018 erwartet. Auch das P10 Plus soll das Update erhalten. Offen ist noch, ob auch das Huawei P10 Lite (ab 299,99 €) und das Huawei Nova Lite die neue Android-Version bekommen. Hier und da ist davon zu lesen, dass die 2015er-Modelle Huawei Mate 8 und Huawei P9 eventuell ein Oreo-Updaten bekommen sollen, auch das ist aber unbestätigt.

Huaweis Tochter Honor verspricht, seine Geräte mindestens zwei Jahre mit Updates zu versorgen. Damit müsste das Portfolio des noch jungen Herstellers im kommenden Jahr schrittweise auf Android 8 gebracht werden. Für das Honor 9 läuft bereits der Beta-Test, als sichere Update-Kandidaten dürfen auch Honor 8, Honor 8 Pro und das neue Honor 7X gelten. Auch das Honor 6X soll Oreo Anfang 2018 erhalten. Ob und wann auch die restliche 6er-Familie – Honor 6C, Honor 6C Pro und Honor 6A – folgt, ist noch nicht klar. Das neue Flaggschiff Honor View 10 wird bereits mit Android 8 ausgeliefert.

Nach den privilegierten Google-Smartphones der Nexus- und Pixel-Familien geht es nun auch bei anderen Herstellern langsam los mit den Oreo-Updates, allerdings halten sich die Hersteller mit konkreten Zusagen immer noch sehr bedeckt. Für das HTC U11 und das Nokia 8 hat der Update-Prozess vor einigen Tagen begonnen, weitere Modelle sollen dann Anfang 2018 folgen. Sonys neues Spitzengerät XZ1 hat Oreo bereits installiert, für die Modelle XZ, XZs und X Performance ist das Update seit Ende November erhältlich. OnePlus hat das Update für seine 3er-Modelle fertig, für das OnePlus 5 und das OnePlus 5T läuft bereits die Beta-Phase.

Samsung will seine Galaxy-Klasse auf den aktuellen Systemstand bringen. Dabei werden die aktuellen Spitzenmodelle Galaxy S8 und Galaxy S8+ wohl den Anfang machen, der Beta-Test mit Oreo läuft bereits. Auch das neue Note 8 steht auf Samsungs Update-Liste. Demnach sollen auch ältere Galaxy- und Note-Modelle sowie Geräte der A- und J-Serien Android 8 erhalten. LG wird im kommenden Jahr wohl zunächst sein aktuelles Spitzenmodell V30 auf den aktuellen Stand bringen, für andere LG-Smartphones wie das G6 gibt es noch keine Neuigkeiten. Auch Lenovo lässt sich mit dem Update für das aktuelle Moto X4 und die Modelle der Reihen Moto Z und Moto G5 noch ein bisschen Zeit.

Mit Android 8 hat Google die Architektur seines Betriebssystems grundlegend verändert, was den Herstellern die Bereitstellung von Updates erleichtern soll. Bisher mussten die Hersteller von Prozessoren und Smartphones bei jeder neuen Version des Betriebssystems ihren eigenen hardware-spezifischen Code – etwa Treiber – ergänzen, was aufwändig ist und zu Verzögerungen geführt hat. Mit Googles “Project Treble” sollen Android-Updates schneller möglich sein.

In Android 8 hat Google eine Abstraktionsschicht zwischen dem eigentlichen Betriebssystem und der Hardware eingeführt. Das System spricht die Hardware nicht mehr direkt, sondern nur noch über diese Zwischenschicht an. Umgekehrt müssen Hersteller ihren hardware-spezifischen Code nur einmal anpassen. Bei einem Update kann das neue Betriebssystem unter der Zwischenschicht einfach ausgetauscht werden, ohne dass Treiber und andere Software erneut angepasst werden müssen. Das dürfte den Update-Prozess künftig beschleunigen, allerdings müssen sich die Hersteller jetzt noch auf das neue System einstellen. (vbr)

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