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Zuckerberg will Facebook für Kinder öffnen

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Nach dem Willen von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg soll das soziale Netzwerk künftig auch für Kinder nutzbar sein, die jünger als 13 Jahre sind. Gegenwärtig verbietet das US-Bundesgesetz Children's Online Privacy Protection Act (COPPA) US-amerikanischen Unternehmen, persönliche Daten von Kindern zu speichern. "Das ist ein Streitpunkt, den wir eines Tages in Angriff nehmen werden", kündigte Zuckerberg laut CNN Money auf einem Bildungskongress an.

Zuckerberg sieht Facebook als Bildungsplattform, zu der bereits Kindern der Zugang ermöglicht werden müsse, denn die Erziehung beginne optimalerweise "in einem wirklich, wirklich jungen Alter". In Zukunft werde zunehmend vernetzt gelernt, beispielsweise könnten sich Schüler online gegenseitig zum Lernen motivieren. Weil durch den COPPA das soziale Netzwerk momentan eine kinderlose Zone sei, fehlten dem Unternehmen hier noch Erfahrungswerte. Dabei versprach Zuckerberg, neben einer optimalen Lernumgebung werde das Unternehmen auch viel Wert auf die Sicherheit seiner jüngsten Mitglieder legen.

Der Gesetzgebung zum Trotz ist das soziale Netzwerk schon heute ein beliebter Treffpunkt für Kinder. Laut einer Studie des Pew Institute verfügten in den USA im September 2009 55 Prozent der 12- bis 13-Jährigen über einen Facebook-Account. Einer anderen Untersuchung zufolge hat das Netzwerk über 5 Millionen Mitglieder im Alter von 10 Jahren oder jünger, die zumeist ohne Aufsicht eines Erwachsenen im sozialen Netzwerk aktiv sind. Facebook setzt den COPPA derzeit über eine verpflichtende Angabe des Geburtsdatums bei der Anmeldung um, verzichtet allerdings auf eine Überprüfung dieser Kennzahl. (jh)