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Zuckerberg zum Facebook-Datenskandal: "Wir werden noch Jahre brauchen"

Mark Zuckerberg räumt ein, sein Unternehmen sei im Umgang mit den Daten der Nutzer zu idealistisch gewesen – und erwidert Kritik von Apple-Chef Tim Cook.

Zuckerberg zum Facebook-Datenskandal: "Wir werden noch Jahre brauchen"

Zuckerberg Ideal: Alle Menschen auf der Welt miteinander zu verbinden. Er räumt dabei ein, einiges zu wenig beachtet zu haben.

(Bild: Facebook)

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich in einem Interview zur Weitergabe von Millionen von Daten von Facebook-Nutzern geäußert. "Wir werden aus diesem Loch herauskommen", sagte er dem US-amerikanischen Nachrichtenportal Vox, "aber es wird noch ein paar Jahre dauern." Er wünsche, die aktuellen Probleme könnten in spätestens einem halben Jahr behoben sein, aber sie bräuchten länger.

Sein Unternehmen sei zu idealistisch in der Idee gewesen, alle Menschen zu verbinden und ihnen jeweils eine individuelle Stimme zu geben. Dabei habe Facebook einige Nachteile seiner Tools vernachlässigt. "Wir waren in den ersten zehn Jahren nur auf das Positive konzentriert."

Um wirklich jeden Menschen auf der Welt zu erreichen, sei es nötig, dass sie sich einen Dienst wie Facebook leisten können, sagte Zuckerberg. Damit reagierte er auf die Kritik von Apple-Chef Tim Cook. Der meinte kürzlich, sein Unternehmen würde nicht in die Situation von Facebook geraten; es verkaufe Produkte an Nutzer, es verkaufe nicht Nutzerdaten an Werbetreibende. Zuckerberg meint, um einen Dienst nicht nur für die Reichen anzubieten, sei es nötig, auf ein werbegestütztes Geschäftsmodell zu setzen.

Die Datenanalysefirma Cambridge Analytica soll mit Hilfe von 50 Millionen Facebook-Nutzerdaten unter anderem Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl und das Brexit-Referendum genommen haben. Diese Daten waren vorgeblich für Forschungszwecke abgegriffen worden, was Facebook erlaubt hatte, aber die dann widerrechtlich weitergegeben worden waren. Inzwischen hat das soziale Netzwerk das Ende der Zusammenarbeit mit externen Datenhändlern angekündigt und seine Privatsphäre-Tools überarbeitet.

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