Zukunft von Corel Linux fraglich

Corel überlegt angeblich, seine Linux-Abteilung komplett zu verkaufen.

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Von
  • Oliver Diedrich

Corel denkt darüber nach, seine Linux-Abteilung komplett zu verkaufen. Die Linux-Produkte – das Desktop-Betriebssystem Corel Linux OS sowie mehrere nach Linux portierte Desktop-Anwendungen – finden offenbar nicht den erwarteten Anklang bei den Kunden, will die Nachrichtenagentur Reuters aus Unternehmenskreisen erfahren haben.

Michael Cowpland, der im Sommer zurückgetretene frühere Corel-Chef, hatte für dieses Jahr einen Umsatz von 20 Millionen US-Dollar mit Linux-Produkten prognostiziert; bislang sind davon allerdings erst 6,1 Millionen US-Dollar zusammengekommen. Jetzt lautet das Motto für Linux offenbar "ganz oder gar nicht": Angesichts seiner insgesamt schwierigen finanziellen Lage will der kanadische Software-Hersteller den Linux-Bereich entweder ganz abstoßen oder aber weiter ausbauen, erklärte eine Firmensprecherin. Eine endgültige Entscheidung solle im Dezember oder Januar fallen.

Anfang Oktober hate Microsoft dem Konkurrenten mit einer Investition von 135 Millionen US-Dollar unter die Arme gegriffen und so einen drohenden Konkurs verhindert. Schon damals waren Zweifel aufgekommen, inwieweit sich das Engagement von Microsoft mit Corels Linux-Ambitionen verträgt. (odi)