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 | Technology Review

Zum Cyborg werden ab 99 Dollar

Mensch und Maschine zu verbinden, ist nicht nur Science Fiction. Wer will, kann noch heute damit anfangen, sich zum Cyborg zu machen.

Skiassistent von Roam Robotics

(Bild: Roam Robotics)

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Hinter dem Konzept des Cyborgs, des Maschinenmenschen, steht die Idee, dass sich die Schwächen des Organismus durch implantierte Technik ausbügeln lassen: Die Science-Fiction erzählt schon lange von bionischen Armen mit Superkräften und vom kybernetischen Augenersatz, der eine viel bessere Sicht ermöglicht als sein organisches Pendant.

Aber Verbesserungen der Körperfunktionen mit elektronischer Hilfe gibt es nicht nur in Film und Buch. Dank einiger Start-ups können sie auch online geordert werden. Wer mag, kann sich schon heute in wenigen Klicks seine Cyborg-Teile zusammenkaufen oder reservieren. Das berichtet Technology Review in „Fünf Wege, zum Cyborg zu werden“.

Für 99 Dollar soll etwa ab September der VivoKey Mini erhältlich sein. Dieser NFC-Chip wird in die Hand implantiert und dient zur Zwei-Faktor-Authentifizierung. Als sein Erfinder Amal Graafstra 2013 damit begann, implantierbare RFID-Technologien zu vertreiben, waren seine Kunden hauptsächlich selbst ernannte „Biohacker“. Der einstige Nischenmarkt spricht aber mittlerweile auch immer mehr Mainstream-Kunden an, die daran interessiert sind, sich Elektronik in den Körper verpflanzen zu lassen.

Empfindlich darf man nicht sein, der zylindrische Chip ist immerhin zwölf Millimeter lang bei zwei Millimetern Durchmesser. Er ermöglicht zur Zeit den Login in Online-Dienste wie etwa WordPress. Künftig sollen Einsatzmöglichkeiten zum Online-Banking dazu kommen.

Weniger invasiv sind die IQBuds des Start-ups Nuheara. Die drahtlosen Kopfhörer verstärken oder vermindern bestimmte Geräusche und können damit Menschen helfen, die zwar noch kein Hörgerät benötigen, aber trotzdem Schwierigkeiten mit dem Hören in lauten Umgebungen haben. Ab 299 Dollar ist man dabei.

Beim Sport hilfreich ist ein pneumatisches Exoskelett für Skifahrer. Das Knieschienen-ähnliche Gestell von Roam Robotics reicht von den Skischuhen bis zu den Oberschenkeln und ist mit einer Batterie und einem Luftkompressor im Rucksack verbunden. Es unterstützt den Skifahrer, indem es genau abgestimmt zur aktuellen Beinhaltung und Belastung Luftkissen aufbläst, die die Beine stabilisieren. Das Ski-Utensil soll im Januar 2019 in den USA erhältlich sein und zusätzlich in bestimmten Städten zur Miete zur Verfügung stehen.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(anwe)
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