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Zweifel an der Funktionsfähigkeit des "virtuellen Grenzzauns"

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Bennie Thompson, der Vorsitzende des Heimatschutzausschusses im amerikanischen Repräsentantenhaus, äußerte in einem Brief an Michael Chertoff, seines Zeichens Chef des Department of Homeland Security, starke Zweifel an der Funktionsfähigkeit der geplanten Secure Border Initiative (SBI): Danach zweifelt der von ihm geführte Ausschuss daran, dass Boeing die bestehenden Probleme gelöst hat und dass das Projekt die versprochenen Vorteile zu bringen imstande ist.

Kernstück des Projekts, dessen Kosten zwischen 8 und 30 Milliarden Dollar veranschlagt werden, ist "SBInet" - ein "virtueller Zaun". Er soll nicht nur die Grenze zu Mexiko, sondern auch die zu Kanada schützen und neben illegalen Einwanderern auch Schmuggler vom illegalen Grenzübertritt abhalten. Dafür werden auf etwa 30 Meter hohen Türmen Kamera- und Radarvorrichtungen installiert, die es motorisierten Grenzschützern ermöglichen sollen, Fußgänger in einer Entfernung von 8 Kilometern und Fahrzeuge in einer Entfernung von 16 Kilometern zu bemerken.

Schwierigkeiten ergaben sich unter anderem durch Softwareprobleme und in der Zusammenarbeit von Kameras und Radar. Letzterer funktionierte bisher zudem lediglich bei schönem Wetter. Der Rüstungskonzern liegt durch diese Probleme bereits fast sechs Monate hinter dem Zeitplan zurück. Der Start des Probebetriebs für ein etwa 45 Kilometer langes Teilstück namens "Project 28" wurde immer wieder verschoben, weshalb die Regierung bisher auch die eigentlich fällige erste Zahlung an den Rüstungskonzern zurückhält. (pem)