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Zweiter Anlauf für PCI Express per Glasfaser

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Die MiniPod-Module von Avago setzten optische in elektrische Signale um und umgekehrt.

Der Hersteller von PCIe-Switch-Bausteinen PLX Technology und der Glasfaseroptik-Spezialist Avago Technologies haben sich zusammengetan, um PCI-Express-3.0-Geräte per Glasfaser anzubinden. PLX steuert den Switch-Baustein PEX8748 mit acht Lanes zu je 8 GBit/s bei. Die Daten setzt dann ein MiniPod-Modul von Avago in optische Signale um. Am anderen Ende der Glasfaser sitzt noch einmal so ein Duo, das kann gewöhnliche PCIe-(3.0-)Geräte anbinden.

Mögliche Einsatzzwecke sehen die beiden Firmen bei externen PCIe-Boxen oder als Ersatz für Infiniband im Server-Umfeld. Die acht PCIe 3.0 Lanes kommen übrigens auf denselben Datendurchsatz wie 16 PCIe 2.0 Lanes – wie sie etwa aktuelle Grafikkarten verwenden. Angaben zu Leitungslängen gibt es bisher nicht.

Interessant ist an dieser Ankündigung insbesondere, dass noch vor Kurzem Intel und Avago zusammen an einer optischen PCIe-Variante namens Lightpeak gearbeitet haben. Allerdings erschien Lightpeak letztlich unter dem Namen Thunderbolt doch als elektrische Schnittstelle – bisher übrigens nur in Apple-Rechnern. Endgeräte sind nach wie vor Mangelware. Das Nachsehen hatte die Firma Avago, die noch vor zwei Jahren stolz die Zusammenarbeit mit Intel verkündete. Intel betont zwar nach wie vor, dass Thunderbolt auch für optische Fasern spezifiziert ist, hält das aber wohl eher für eine Zukunftsoption.

Es kommt übrigens immer wieder vor, dass neue Schnittstellen mit optischen Verbindungen konzipiert werden, weil die elektrische Übertragung unmöglich erscheint. Letztlich erlauben Fortschritte in der digitalen Signalverarbeitung dann doch (noch einmal) die elektrische Umsetzung. Das war übrigens auch bei USB 3.0 der Fall. (bbe)