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Zweiter Ministart mit .eu-Adressen

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Ab 7. Juni können die 50.000 .eu-Adressen registriert werden, die erfolglos in einer der beiden Sunrise-Phasen beantragt wurden. Für einen Teil der Adressen wurden die notwendigen Dokumente nicht fristgerecht eingereicht, sagte der Sprecher der .eu-Registrierstelle Eurid in Brüssel, Patrik Linden, gegenüber heise online. Bei einigen wurde der Anspruch auf ein Vorregistrierrecht von PriceWaterhouseCoopers, die für die Validierung verantwortlich waren, abgelehnt. Experten erwarten, dass interessante Adressen darunter sind.

Verschiedene Registrare hatten Eurids ursprünglichen Plan abgelehnt, eine Liste dieser Adressen zu veröffentlichen, da dies ihrer Meinung nach Cybersquatter auf den Plan gerufen hätte. Eurid lenkte ein und wird das Freiwerden der Adressen nun lediglich im Whois verzeichnen. "Wer an einem Namen interessiert ist, weiß damit, dass er registriert werden kann, aber wir machen es für Cyberquatter etwas komplizierter, ganze Namenslisten zu registrieren", sagte Linden. Ab morgen ist der erste Schwung ausgelaufener oder abgelehnter Sunrise-Adressen im Whois zu finden. Eurid hat angekündigt, danach jeweils dienstags die nach und nach frei werdenden Domains ins Whois zu geben. PriceWaterhouseCoopers entscheidet derzeit laut Angaben von Eurid täglich über rund 1500 Sunrise-Vorregistrierungen.

Etwa 1,8 Millionen .eu-Domains wurden mittlerweile registriert. Laut Linden pendelt sich die Zahl der Neuregistrierungen auf rund 50.000 pro Woche ein. Große Werbeaktionen von Registraren machten sich jeweils deutlich bemerkbar. Regional verteilt liegen die deutschen Nutzer mit 580.000 Registrierungen vorne, danach folgen die britischen und niederländischen Nutzer mit 340.000 beziehungsweise 213.000 Registrierungen. Briten kaufen ihre .eu-Domains offenbar mehrheitlich bei nicht-britischen Registraren ein: 302.000 britische Nutzer sicherten sich laut Eurid-Quartalsbericht (PDF-Datei) bis Ende April eine .eu-Domain, britische Registrare verkauften im gleichen Zeitraum aber nur 87.000. Deutsche Registrare verkauften dagegen rund 507.000 Domains, während deutsche User 488.000 eu-Adressen registrierten.

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(Monika Ermert) / (anw)