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Zynga-Aktie verliert am ersten Tag

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Der größte Börsengang eines amerikanischen Internet-Unternehmens seit Google ist für Investoren erst einmal zum Reinfall geworden. Die Aktie des Onlinespiele-Spezialisten Zynga fiel am ihrem ersten Handelstag um fünf Prozent unter den Ausgabepreis von zehn Dollar. Nachbörslich ging es für den Anbieter bekannter Facebook-Spiele wie Farmville weiter abwärts. Der Kursverlust spielt laut Firmenchef Mark Pincus keine Rolle: "Diese Geschichte wird sich in den nächsten paar Jahren entfalten, nicht in den nächsten Handelstagen."

Branchenexperten hatten zuletzt Zweifel daran geäußert, ob Zynga das hohe Wachstumstempo der vergangenen Jahre halten kann. Überdies ist die allgemeine Stimmung am Aktienmarkt wegen der Schuldenkrise gerade nicht rosig. Der schwache erste Börsentag wurde von Marktbeobachtern als Zeichen dafür gewertet, dass sich das Klima für Internet-Börsengänge insgesamt deutlich eingetrübt hat. Schon in den vergangenen Monaten waren die Aktien mehrerer Firmen wie die Schnäppchen-Website Groupon oder das Internet-Radio Pandora nach einem anfänglichen Kursfeuerwerk unter den Ausgabepreis gerutscht.

Die flaue Nachfrage bei Zynga dürfte auch Facebook zu denken geben. Dem größten sozialen Online-Netzwerk werden Börsenambitionen für das kommende Jahr nachgesagt. Während Zynga bei seinem Börsendebüt 1 Milliarde Dollar einnahm, soll Facebook 10 Milliarden Dollar anpeilen. Die Unternehmen sind eng verbandelt: Der Großteil der Zynga-Spieler stammt von Facebook; viele Facebook-Nutzer wiederum kehren wegen der Zynga-Spiele immer wieder zurück. (dpa) / (jow)

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