Zynga spart Spiele ein

Der gebeutelte "Farmville"-Erfinder Zynga will sich offenbar weiter verschlanken. Elf weniger erfolgreiche Spiele werden eingestellt, darunter Titel wie "PetVille" und "Mafia Wars 2".

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 31 Beiträge
Von
  • Axel Kannenberg

Im Zuge eines umfassenden Sparprogramms hat das krisengeschüttelte Spiele-Studio Zynga bislang elf Online-Spiele eingestellt. Zu den eingestampften Titeln gehört unter anderem das mit 7,5 Millionen Likes eigentlich recht beliebte Facebook-Spiel PetVille. Laut dem Online-Magazin Hardcoregamer.com soll es zuletzt aber nur noch auf rund 60.000 täglich aktive Spieler gekommen sein.

Bei den weiteren eingestellten beziehungsweise aus App-Stores entfernten Spielen handelt es sich einem Bericht von TechCrunch zufolge um Mafia Wars 2, FishVille, Vampire Wars, Treasure Isle, Indiana Jones Adventure World, Mafia Wars Shakedown, Forestville, Montopia, Mojitomo sowie Word Scramble Challenge. Laut Bericht betreibt Zynga aber immer noch mehr als 30 Spiele auf verschiedenen Plattformen.

Zynga hatte bereits im Oktober 2012 ein Sparprogramm angekündigt, laut dem unter anderem 13 weniger erfolgreiche Titel aus dem Spieleprogramm gestrichen werden sollten. Ebenfalls mussten 150 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, rund fünf Prozent der Belegschaft. Zuletzt hatte Zynga im dritten Quartal 2012 knapp 53 Millionen US-Dollar Miese eingefahren – bedingt unter anderem durch die Übernahme der Spielfirma OMGPOP, die sich als teurer Fehlkauf erwies.

Mit Online-Glücksspiel um echtes Geld will das Unternehmen das Ruder herumreißen, etwa in Form einer Kooperation mit bwin.party in Großbritannien. Zumindest dem abgestürzten Aktienkurs hat dies bislang keine nachhaltige Erholung gebracht – das Papier notiert mit 2,36 US-Dollar immer noch weit unter dem Ausgabepreis von 10 US-Dollar beim Börsenstart Ende 2011. Die Lockerung der bislang festen Partnerschaft von Facebook und Zynga, die am 31. März 2013 in Kraft treten soll, hat bislang auch eher zur Verunsicherung der Investoren beigetragen. (axk)