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Ärger um "Free-TV-Gebühren" im digitalen Kabel

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Digitales Free-TV im Kabel, zu dem mittlerweile auch die Programme der ProSiebenSat.1 Media AG und der RTL-Gruppe gehören, sollte bis auf GEZ- und Kabelgebühren eigentlich nichts kosten. Kunden von EWT, Kabelanbieter auf Netzebene 4 (dem eigentlichen Endkunden-Anschluss) machten in den vergangenen Wochen jedoch andere Erfahrungen: Durch das erweiterte DVB-C-Angebot angelockt, wollten sie die für den Empfang nötige Smarcard zur Entschlüsselung der grundverschlüsselt eingespeisten Free-TV-Sender erhalten. Neben einer einmaligen Freischaltgebühr erhebt EWT jedoch eine monatliche Bereitstellungsgebühr von 2,50 Euro. E-Mails verärgerter Kunden erreichten die Redaktion aus Hamburg und Berlin, aber auch andere EWT-Kunden dürften betroffen sein.

Nach Angaben der EWT-Tochter TSS in Berlin sei diese Gebühr dort üblich und wird auch von anderen Ebene-4-Anbietern, etwa auch von Kabel Deutschland (KDG) erhoben. Bei KDG zeigte man sich indes überrascht: Man erhebe selbst keine monatlichen Gebühren für das Free-TV-Angebot, erklärte ein Unternehmenssprecher. "Free-TV bleibt Free-TV" – so der Kommentar des Senders RTL auf Anfragen von heise online. In Köln ist man sich der Problematik bewusst und prüft derzeit weitere Schritte. Eine Sprecherin von ProSiebenSat.1 wies gegenüber heise online darauf hin, dass mit EWT bisher kein Einspeisungsvertrag geschlossen wurde. Demnach dürften die Sender der ProSieben-Familie für EWT-Kunden im digitalen Kabel eigentlich gar nicht abrufbar sein. (sha)

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