c’t Home Entertainment: 4K auf dem Vormarsch

Displays mit vierfacher Full-HD-Auflösung faszinieren, doch ein genauer Blick auf Geräte, Angebot und Preis ist unerlässlich, um keinen Fehlkauf zu tätigen und um die Technik realistisch einzuschätzen.

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Von
  • Volker Zota

Wer zum ersten Mal einem Display mit Ultra-HD-Auflösung (UHD) gegenübersteht, wird zweimal hinschauen. Einmal auf das große Panel, das mit 3840 × 2160 Bildpunkten gleich das Vierfache der heutigen Full-HD-Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln bietet – und dann auf das Preisschild. Die 4K-Technik kommt, das ist sicher, aber es war noch nie günstig, zu den Early Adoptern zu gehören.

Dass die ultrahochauflösenden Fernseher überdurchschnittlich groß sein müssen, gibt das menschliche Sehvermögen vor: Aus zwei bis drei Metern Entfernung – dem im Wohnzimmer üblichen Sehabstand – erkennt man den Unterschied zwischen Full HD und Ultra HD auf einem Gerät mit einem Meter Diagonale nicht mehr. Bei einem 55-Zoll-TV mit 1,40 Meter Diagonale nimmt man den Unterschied ab etwas mehr als zwei Metern dagegen wahr. Das Angebot an 4K-Displays ist überschaubar. Der Test von fünf Ultra-HD-Fernsehern im Sonderheft c't Home Entertainment deckt einen großen Teil des Angebots ab.

Ultra-HD-TVs verfrachten viermal so viele Pixel wie ein Full-HD-Fernseher auf den Bildschirm. Kein Wunder also, dass die Bildschirmdiagonalen der Geräte erst bei 55 Zoll anfangen, sonst sieht man bei normalem Sehabstand nichts von der Pixelpracht.

An ultrahochauflösenden (Kino-)Filmen mangelt es noch, im Internet findet man dagegen eine Menge Ultra-HD-Material, zum Beispiel durch Eingabe des Suchbegriffs "4K" auf YouTube. Hochladen kann man dort Clips mit Auflösungen bis 4096 × 3072 Bildpunkte. Besitzer von hochauflösenden und qualitativ hochwertigen Digitalkameras haben auf 4K-Displays geradezu gewartet. Die volle Auflösung von Spitzen-DSLRs war vorher nicht darstellbar, was der analogen Bildschau per Dia noch ein langes Leben bescherte. Eigene Fotos und Videos lassen sich wunderbar mit den UHD-TVs betrachten.

Das Sonderheft Home Entertainment der c't-Redaktion berichtet im 4K-Schwerpunkt auch über Kopierschutz und Möglichkeiten der Aufbereitung des Materials am heimischen Rechner.

Weitere Themen des c't Home Entertainment im Überblick

TV als Medienzentrale: Wir geben Tipps für den Fernsehkauf, beurteilen Smart-TVs und beraten, wie Mobilgeräte Inhalte zum TV streamen und den Fernseher steuern.

Heimkino-Ausbau: Wir haben Soundleisten für TVs getestet, 12 HD-Beamer, Kabel-TV-Recorder und uns die neuen Spielekonsolen angeschaut.

Musik und Video online: Zwei vergünstigte Angebote für Musik-Flatrates (Simfy 25 Prozent Rabatt aufs Jahresabo, Napster 2 Monate gratis), dazu ein Überblick von Online-Videotheken und Musikdiensten. Im Praxisteil geht es darum, wie man Musik und Video im ganzen Haus verteilt.

Die Printausgabe des Sonderhefts kostet 9,90 Euro. Ab Montag, den 11.11., liegt sie am Kiosk. Der heise Shop liefert c't Home Entertainment bis 30. Dezember portofrei innerhalb Deutschland, Österreich, Schweiz. Die E-Paper-Ausgaben kosten 8,99 Euro (als PDF und in der c't-App für iPad und Android). (vza)