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c't Retro: Disketten retten mit Kryoflux

Die meisten Homecomputer der Computer-Frühzeit nutzten Disketten als Speichermedium. Um diese heute auszulesen, ist oft spezielle Hardware notwendig.

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c't Retro: Disketten retten

Vor 20 oder 30 Jahren speicherte man seine Arbeitsdateien auf Disketten, Festplatten waren viel zu teuer für den Privatgebrauch und an SSDs war noch gar nicht zu denken. 360 KByte fassten etwa die frühen 5,25-Zoll-Disketten des IBM-PCs – da war die Speicherkapazität einer Amiga-Diskette mit 880 KByte schon eine andere Hausnummer. Doch wer heute noch einmal einen Blick auf die Daten werfen möchte, steht vor einem Problem: Moderne PCs haben keine Diskettenlaufwerke mehr.

Recht problemlos kommen Nutzer an ihre Daten, die damals schon mit einem IBM-PC gearbeitet haben: Auch aktuelle Windows-Versionen unterstützen noch Floppy-Laufwerke, und zumindest Laufwerke für die etwas neueren 3,5-Zoll-Disketten kosten gerade einmal 20 Euro. Ehemalige Nutzer von Amiga, Atari oder dem C64 aber können die Disketten in diesen Laufwerken nicht auslesen: Diese nutzten andere Diskettenformate, die die PC-Laufwerke nicht verarbeiten können.

Kryoflux dient als Vermittler zwischen Diskettenlaufwerk und USB-Buchse. Es leitet alle Informationen des Laufwerks weiter, nicht nur die Datenbits.

Eine Lösung für dieses Problem ist Kryoflux. Es hat Anschlüsse für Diskettenlaufwerke und nimmt per USB Verbindung mit dem PC auf. Kryoflux leitet alle Signale der Laufwerke ungefiltert an den PC weiter. Die Verarbeitung übernimmt dann die Kryoflux-Software, die es für Linux, macOS und Windows gibt. Über weitere Details zum Kryoflux und zur Rettung alter Daten berichten wir im aktuellen Heft c't Retro. Privatpersonen bezahlen rund 100 Euro für Kryoflux oder 130 Euro für das Kit mit Netzteil und Kabeln, Firmen und Institutionen weit mehr – die Gründe dafür nennt der Kryoflux-Gründer im Interview.

Lesen Sie mehr über die Datenrettung von alten Disketten in c't Retro:

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