Menü

c't-Tipp der Woche: USB 3.0 stört WLAN und Drahtlos-Maus

USB 3.0 verträgt sich nicht immer mit dem heimischen WLAN. Das liegt an den ähnlichen Frequenzen.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 81 Beiträge
Stromsparen durch Prozessor-Undervolting problematisch

Einem unserer Leser fiel auf: Beim Anschluss einer USB-3.0-Festplatte an sein Surface Book brach immer wieder die WLAN-Verbindung zusammen. Seine Recherche ergab: Laut Microsoft tritt das Problem nur im 2,4-GHZ-WLAN-Band, nicht aber bei 5 GHz auf.

Tatsächlich hat Intel schon 2012 ein White Paper veröffentlicht, das Störungen von WLAN-Verbindungen und drahtlosen Eingabegeräten wie Funktastaturen durch USB-3.0-Geräte beschreibt. Im SuperSpeed-Modus überträgt USB 3.0 Daten mit 5 Gigatransfers pro Sekunde. Die Basisfrequenz dieser 5 Gigatransfers ist 2,5 GHz, welche sehr nah am WLAN-Band (2,400-2,483 GHz) liegt und dafür sorgt, dass Kabel, Buchsen und Geräte hochfrequente Signale abstrahlen.

USB-3.0-Geräte und -Kabel strahlen hochfrequente Signale ab, die in ungünstigen Fällen die Funkübertragung im 2,4-GHz-Bereich (ISM-Band) stören.

(Bild: Intel)

Bei guter Schirmung stören diese elektromagnetischen Wellen andere Geräte nicht, aber manchmal leider doch. In einigen Fällen genügt es dann schon, das USB-3.0-Gerät etwas anders zu platzieren oder es mit einem anderen Kabel oder über einen Hub anzuschließen. Umgekehrt kann man den USB-Funkempfänger für eine kabellose Tastatur oder Maus in eine andere Buchse stecken oder mit einem kurzen Verlängerungskabel anschließen, um den Abstand zum störenden USB-3.0-Gerät zu vergrößern. Auch der Tipp, im WLAN möglichst ins 5-GHz-Band zu wechseln, kann die Verbindung zum Router oder Access Point verbessern.

Diesen und über 8000 weitere c't-Tipps finden Sie unter ct.de/hotline

(ciw) / (acb)