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c't empfiehlt: Raus aus den US-Clouds

US-Präsident Donald Trump stellt den Datenschutz für Ausländer in Frage. Das Computermagazin c't rät daher, Daten nur noch bei Anbietern mit europäischen Servern zu speichern und schlägt Alternativen vor.

Donald Trump

In puncto Datenschutz sind Deutsche seit dem 25. Januar in den USA Internetnutzer zweiter Klasse. Denn US-Präsident Donald Trump hat per Dekret im Januar erklärt, Nicht-US-Bürger vom US-amerikanischen Datenschutzrecht auszuschließen oder zumindest ihre Rechte diesbezüglich einzuschränken, "soweit dies mit geltendem Recht vereinbar ist".

Die rechtlichen Folgen sind noch ungeklärt, doch Heise-Justiziar Joerg Heidrich schätzt die Chancen hoch ein, dass das Datenschutz-Abkommen Privacy Shield zwischen USA und EU nicht lange überleben wird. In der aktuellen Ausgabe 9/17 widmet sich das Computermagazin c't diesem Problem und rät Anwendern, ihre Daten auf deutsche oder zumindest EU-Server umzuziehen.

Für E-Mail, Cloud-Speicher, Kalender, Messaging und viele andere Dienste gibt es inzwischen gute europäische Alternativen zu Dropbox, Google und Co. Neu ist der Trend, als US-amerikanisches Unternehmen seine Online-Dienste mit europäischem Cloud-Speicher zu kombinieren, um das Abwandern von Nutzen zur Konkurrenz zu vermeiden. So hält etwa Microsoft in Kooperation mit der Deutschen Telekom inzwischen mit Office 365 Deutschland ein interessantes Angebot bereit, bei dem die Daten nicht automatisch in die USA abwandern, sondern auf deutschen Servern der Telekom verbleiben.

Als komplett sicher sollte man seine Daten aber auch hierzulande nicht betrachten. Zwar kann man sich auf den vergleichsweise strengen europäischen Datenschutz berufen. Vor Schlampereien der Anbieter oder den Befugnissen deutscher Geheimdienste ist man aber nicht gefeit. c't empfiehlt deshalb, den Transport und die Aufbewahrung von Daten im Netz mit starker Verschlüsselung abzusichern.

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