"completely wrong": Romney Google-bombt sich selbst

Wer dieser Tage "completely wrong" in die Bildersuche bei Google eingibt, erhält fast ausschließlich Treffer mit dem Konterfei von Mitt Romney. "Alles in Ordnung", sagt Google dazu.

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Von
  • Jo Bager

Wer dieser Tage "completely wrong" in die Bildersuche bei Google eingibt, erhält fast ausschließlich Treffer mit dem Konterfei von Mitt Romney. Das erinnert stark an eine sogenannte Google-Bombe. Diese werden gerne im US-Wahlkampf eingesetzt. Ziel ist es, durch massive Google-Manipulationen, etwa durch vielfaches Setzen von Links mit einem bestimmten Ankertext, die Websites von Konkurrenten mit einem herabsetzenden Schlagwort in Verbindung zu bringen.

Im Wahlkampf 2006 zum Beispiel landete die Homepage von George W. Bush an erster Stelle, wenn man nach "lame duck" (lahme Ente) suchte. Auch der aktuelle Präsident war bereits betroffen. Und jetzt also der Herausforderer? Google winkt ab: Ein Sprecher des Suchmaschinenkonzerns sagte dem Blog Search Engine Land, mit dem Begriff completely wrong sei alles in Ordnung, vielmehr seien die Suchergebnisse ein natürliches Ergebnis des Algorithmus. Es handele sich bei allen Bildern um News-Artikel, die über Romneys Reaktion auf ein peinliches Video berichteten - und in der Romney den Ausdruck "completely wrong" benutzte.

Politiker - nicht nur in den USA - werden also in Zukunft wohl jedes ihrer Worte noch mehr auf die Goldwaage legen müssen, damit sie sich nicht eine eigene Google-Bombe bauen. (jo)