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debitel setzt im UMTS-Geschäft auf vier Partner

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Die Stuttgarter Telefongesellschaft debitel will sich im künftigen UMTS-Geschäft in Deutschland nicht an einen Betreiber binden. "Wir würden dadurch unsere Stellung beim Kunden als objektiver Experte im Telekommunikationsmarkt verlieren", sagte der Vorstandsvorsitzende, Peter Wagner, am Dienstag im Vorfeld der Computermesse CeBIT in Hannover. Gegenwärtig stehe das Unternehmen mit mehr als drei UMTS-Lizenzinhabern in Verhandlungen über eine Kooperation. Die Gespräche mit D2 Vodafone über eine Zusammenarbeit als erweiterter Diensteanbieter befänden sich vor dem Abschluss.

Mit 8,6 Millionen Kunden in Europa und 6,3 Millionen in Deutschland sieht sich der netzunabhängige Mobilfunkbetreiber als drittgrößter deutscher Anbieter. Die Telefongesellschaft ist eine Tochterfirma der schweizerischen Swisscom. Das Unternehmen sei im Geschäftsjahr 2000 profitabel gewachsen, betonte Wagner, ohne genaue Zahlen zu nennen. Nach seinen Angaben werde 2001 neben der Gewinnung von Neukunden die Pflege der Bestandskunden mit Blick auf den künftigen UMTS-Markt eine ganz neue Tragweite erhalten.

Mit welchen Partnern debitel neben D2 Vodafone künftig bei UMTS kooperieren will, sagte Wagner nicht. Er geht unterdessen davon aus, dass sechs UMTS-Netzbetreiber in Deutschland mittelfristig nicht überleben werden: "Wir werden noch Veränderungen im Markt sehen", prophezeite er. Das UMTS-Zeitalter, das nach seiner Einschätzung im Jahr 2003 beginnt, werde zunächst mit einer dürftigen Produktauswahl und mit einem harten Preiskampf starten. Wegen der hohen Kosten würden sich die Netzbetreiber auf wenige margenträchtige Produkte konzentrieren. (dpa) / (wst)