eBay-Umfrage: Online-Verkauf bringt Ladengeschäften wichtigen Umsatz

Die Kombination von Ladengeschäft und Internet-Handel ist für viele auf eBay aktive professionelle Verkäufer von entscheidender Bedeutung. Wie das zum zweiten Mal vom Auktionshaus veröffentlichte Online Business Barometer (OBB) zeigt, werden im Online-Verkauf die maßgeblichen Umsätze erzielt.

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Von
  • Matthias Parbel

Über das Internet getätigte Geschäfte sind auf dem Vormarsch. Die Umsätze im Online-Handel steigen, deutsche Verbraucher geben immer mehr Geld im Internet aus. Für viele Händler ist daher der Verkauf über das Web zu einem entscheidenden Faktor geworden – auch wenn ein großer Teil von ihnen nicht gänzlich auf ein Ladenlokal verzichten möchte. Wie das nun zum zweiten Mal vom Auktionshaus eBay veröffentlichte Online Business Barometer (OBB) zeigt, erzielt ein Großteil der befragten Händler im Online-Verkauf die maßgeblichen Umsätze.

Im Auftrag von eBay hatten die britischen Marktforscher von FreshMinds im Januar 2010 rund 1200 Online-Händler befragt, die zu einem Großteil auch die Plattform des Auktionshauses nutzen. Im Durchschnitt erzielen die Umfrageteilnehmer 55 Prozent ihrer Umsätze über eBay. Ebenfalls über die Hälfte betreibt neben dem Online-Handel auch ein Ladengeschäft. Die solchermaßen zweigleisig fahrenden Händler gaben unterdessen mehrheitlich an, den Großteil ihrer Umsätze über das Internet zu erwirtschaften. Für 22 Prozent ist gar der Online-Handel ausschlaggebend, um das stationäre Handelsgeschäft überhaupt lebensfähig zu halten. "Die Zahlen der Studie zeigen, dass Online- und stationärer Handel nicht etwa in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich vielmehr ergänzen und stützen", kommentiert eBay-Geschäftsführer Stephan Zoll.

Im Hinblick auf die Einschätzung ihrer wirtschaftlichen Situation gaben sich die befragten Händler aktuell noch optimistischer als bei der ersten OBB-Umfrage im November 2009. Demnach haben zwei Drittel der Verkäufer die selbst gesteckten Umsatzziele der vergangenen drei Monate übertroffen. Eine Mehrheit von 55 Prozent peilt für das laufende Jahr nun höhere Ziele an. Angesichts des wachsenden Optimismus sieht rund die Hälfte der befragten Händler 2010 keinen Anlass für weitere Sparmaßnahmen.

Bedroht fühlen sich die Umfrageteilnehmer jedoch durch den Missbrauch von Abmahnungen. Während die Händler im vergangenen Jahr durchschnittlich mit 2 Abmahnungen konfrontiert wurden, sei nach ihrer Einschätzung nur etwa jede fünfte Abmahnung auch mit dem "berechtigten Interesse an der Beseitigung eines Rechtsverstoßes ausgesprochen" worden. Häufiger gehe es den Abmahnern nur darum "leichtes Geld" zu machen oder Wettbewerber zu behindern. Auch sei der finanzielle Schaden durch Abmahnungen "erheblich" – 10 Prozent der Händler stufen ihn gar als existenzbedrohend ein. (map)