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eBay kontrolliert künftig Südkoreas E-Commerce

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Seit dem vergangenen Sommer verhandelte der Online-Auktionsbetreiber eBay mit den Eignern der südkoreanischen E-Commerce-Plattform Gmarket über eine Mehrheitsbeteiligung der Amerikaner – jetzt ist offenbar der Durchbruch erzielt worden: Beide Unternehmen teilten mit, dass Abkommen unterzeichnet wurden, die eBay eine mindestens 67-prozentige Beteiligung an der Gmarket-Plattform sichern. Der mit 34 Prozent größte Anteil stammt dabei von dem Seouler Unternehmen Interpark Corporation und dessen Chairman Ki Hyung Lee.

Ein weiteres Aktienpaket verkauft Yahoo, das im Jahr 2006 zehn Prozent der Gmarket-Anteile übernommen hatte. Den restlichen Aktionären unterbreitet eBay ein Angebot, das mit umgerechnet 24 US-Dollar pro Anteilsschein 20 Prozent über dem Schlusskurs vom 15. April liegt. Gmarket ist seit Juni 2006 an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gelistet. Laut eBay hat die Transaktion ein Volumen von bis zu 1,2 Milliarden US-Dollar (PDF-Datei).

eBay betreibt seit dem Einstieg in die Internet Auction Co. (IAC) im Jahr 2001 bereits ein eigenes großes E-Commerce-Portal in Südkorea, das Unternehmensangaben zufolge 21 Millionen registrierte Nutzer zählt und vor allem auf den Vertrieb von Sportartikeln, Computern und anderen Elektronikgeräten spezialisiert ist. Die über die IAC-Plattform getätigten Umsätze beziffert eBay für das Jahr 2008 auf umgerechnet 2,2 Milliarden Dollar.

Gmarket hingegen ist vor allem auf Modeartikel ausgerichtet und erzielte im vergangenen Jahr mit knapp 15 Millionen Nutzern einen (Brutto-)Portal-Umsatz von 3,2 Milliarden Dollar. Gmarket und IAC, deren operatives Geschäft (nicht aber die Webauftritte) eBay künftig zusammenlegen will, kommen südkoreanischen Angaben zufolge auf einen gemeinsamen Marktanteil von 36 Prozent. Nachdem die Korea Fair Trade Commission (KFTC) schon seit 2008 in die Vorgänge eingebunden ist, hoffen die beteiligten Firmen auf eine Genehmigung der Transaktion noch in diesem Quartal. (pmz)