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eBay steigert weiterhin seinen Umsatz

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Meg Whitman, CEO des Internetauktionshauses eBay, freut sich über einen Rekordumsatz ihres Unternehmens im vergangenen Quartal. Sie sieht in einer Mitteilung (PDF-Datei) die Steigerung von 30 Prozent auf 1,89 Milliarden US-Dollar (1,33 Milliarden Euro) als Ausdruck signifikanter Fortschritte an. eBay International – darunter vor allem Deutschland –, PayPal, der Ticketverkäufer StubHub und das Anzeigengeschäft hätten die Erwartungen übertroffen. Skype berücksichtigt sie in dieser Reihe nicht.

Goodwill-Abschreibungen auf die vor zwei Jahren übernommene VoIP-Tochter und andere Belastungen haben eBay einen Nettoverlust von 936 Millionen US-Dollar eingebracht. Ohne die einmaligen Belastungen betrug der Gewinn (Non-GAAP) 564 Millionen US-Dollar, das sind 53 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Skype, dessen Mitgründer Niklas Zennstrom vor gut zwei Wochen seinen Posten als CEO aufgegeben hat, zählte zuletzt 246 Millionen registrierte Nutzer, das sind 81 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dabei werden Mehrfachaccounts nicht ausgeschlossen. eBays VoIP-Sparte steigerte ihren Umsatz um 96 Prozent auf 98 Millionen US-Dollar. Der Bezahldienst PayPal wickelte Transaktionen im Gesamtwert von 12,22 Milliarden US-Dollar ab, 34 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Umsatz stieg um 35 Prozent auf 470 Millionen US-Dollar.

Im Kerngeschäft "Marketplace" stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 1,32 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der bei eBay gelisteten Angebote ging um 5 Prozent auf 556 Millionen zurück. Mit ihnen wurden insgesamt 14,40 Milliarden US-Dollar umgeschlagen. Die Zahler der Nutzer, die in den zurückliegenden zwölf Monaten Waren angeboten, gekauft oder in Auktionen für sie mitgeboten haben, ist gegenüber dem Vorjahresvergleichsabschnitt um 4 Prozent auf 83 Millionen angestiegen. Die Zahl der registrierten Nutzer ist um 17 Prozent auf 247,6 Millionen gewachsen. Der Umsatz in den USA wuchs um 22 Prozent auf 929 Millionen US-Dollar, international um 40 Prozent auf 959 Millionen US-Dollar.

Für das laufende vierte Quartal erwartet eBay einen Umsatz von 2,1 Milliarden bis 2,15 Milliarden US-Dollar. Im gesamten Geschäftsjahr werden voraussichtlich bis zu 7,65 Milliarden US-Dollar zusammenkommen. Vor drei Monaten war das Online-Auktionshaus noch von einem Jahresumsatz von 7,45 Milliarden US-Dollar ausgegangen. Über diesen Ausblick freuten sich offenbar die Börsianer, die der eBay-Aktie einen nachbörslichen Zuwachs von etwa 2 Prozent bescherten. Zum Börsenschluss notierte das Papier bereits mit 40,60 US-Dollar 5,18 Prozent im Plus.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei eBay in US-Dollar

Quartal Umsatz Gewinn/
Verlust
3/00 113,4 Mio. 19,1 Mio.
4/00 134 Mio. 23,9 Mio.
1/01 154,1 Mio. 30,6 Mio.
2/01 180,9 Mio. 24,6 Mio.
3/01 194 Mio. 34,9 Mio.
4/01 219,4 Mio. 25,9 Mio.
1/02 245 Mio. 47,6 Mio.
2/02 266 Mio. 54,3 Mio.
3/02 288,8 Mio. 61 Mio.
4/02 413,9 Mio. 87 Mio.
1/03 476,5 Mio. 104,02 Mio.
2/03 509,3 Mio. 91,8 Mio. (109,7 Mio.*)
3/03 530,9 Mio. 103,3 Mio.
4/03 648,4 Mio. 142,5 Mio.
1/04 756,2 Mio. 200,1 Mio.
2/04 773,4 Mio. 190,4 Mio.
3/04 805,87 Mio. 182,35 Mio.
4/04 935,78 Mio. 205,38 Mio.
1/05 1.031,73 Mio. 256,29 Mio.
2/05 1.086,30 Mio. 291,56 Mio.
3/05 1.106 Mio. 255 Mio.
4/05 1.329 Mio. 279,3 Mio.
1/06 1.390 Mio. 248,3 Mio.
2/06 1.411 Mio. 249,9 Mio.
3/06 1.449 Mio. 280,9 Mio.
4/06 1.719 Mio. 346,5 Mio.
1/07 1.768 Mio. 377,2 Mio.
2/07 1.834 Mio. 375,8 Mio.
3/07 1.889 Mio. -935,6 Mio. (564 Mio.**)
* Vor der Korrektur wegen Belastungen durch die Verurteilung im Patentverfahren
** ohne Berücksichtigung von Abschreibungen und anderen einmaligen Belastungen
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