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eBay verhandelt über Kauf von Skype

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Das Online-Auktionshaus eBay will mit Skype den größten Anbieter von Internet-Telefonie übernehmen. Das Wall Street Journal, das sich auf "informierte Kreise" beruft, schätzt den Kaufpreis auf 2 bis 3 Milliarden US-Dollar. Die Verhandlungen seien in einer "heiklen Phase" und könnten auch scheitern.

Der Spezialist für Voice-over-IP (VoIP) hat derzeit große Expansionspläne. So will man sich in China stärker engagieren und die Software entsprechend anpassen. Erst kürzlich hatte sich auch E-Plus im Zusammenhang mit seiner UMTS-Flatrate mit Skype verbündet.

Die in Luxemburg stationierte Skype bietet Voice-over-IP-Telefonie über eigene Server an. Zwischen zwei Skype-Teilnehmern sind die Telefonate kostenlos. Für Gespräche ins herkömmliche Telefonnetz zahlen Skype-Kunden nahezu Lokaltarife. So liegt der Tarif für Gespräche von einem beliebigen Skype-Anschluss in das Festnetz von 20 Ländern bei knapp zwei Eurocents pro Minute, darunter die EU, Kanada, China, Australien und die USA. Für Kanada, die USA und China gilt der Tarif sogar für Anrufe in die Mobilfunknetze.

Skype wurde von den beiden KaZaA-Erfindern, Niklas Zennström aus Schweden und Janus Friis aus Dänemark, gegründet. Das Unternehmen verzeichnete bislang 50 Millionen registrierte Namen und über 162 Millionen Downloads seiner Telefonie-Software. Nach eigenen Angaben macht der Skype-Traffic fast die Hälfte des gesamten Voice-over-IP-Verkehrs in ganz Nordamerika aus. Die Skype-Teilnehmer vertelefonierten bis dato insgesamt rund 10 Milliarden Minuten. Am 18. Mai waren zeitweilig mehr als drei Millionen Benutzer gleichzeitig angemeldet. (mhe)