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eBay will Einkaufserlebnis verbessern

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Der künftige eBay-Chef John Donahoe hat weitreichende Änderungen an der Gebührenstruktur, den Anforderungen an die Verkäufer sowie am Bewertungssystem angekündigt. Die Änderungen werden mit länderspezifischen Anforderungen auf allen eBay-Marktplätzen weltweit eingeführt. eBay Deutschland wird am 11. Februar die Details der hierzulande geplanten Änderungen veröffentlichen, hat heute aber bereits vorab einige Informationen herausgegeben.

Die Gebührenstruktur soll ab 20. Februar von der Einstellgebühr hin zur Verkaufsprovision verschoben werden. So zahlen Verkäufer dann Gebühren in Abhängigkeit ihrer Umsätze, wovon sich eBay eine Zunahme des Angebots verspricht. Kriterien für das Powerseller-Programm sollen neu definiert werden und noch im ersten Halbjahr 2008 will eBay ein Prämien-Programm für Powerseller einführen.

Die Sortierung der Suchergebnisse soll sich ändern. Dabei fließt die Qualität des Verkäufers in die Sortierreihenfolge ein: Angebote von Verkäufern, die von Kunden häufig in der Rubrik "Versand und Verpackung" schlecht bewertet wurden, sortiert das System künftig in den Suchergebnissen weiter unten ein. Damit will eBay der Unsitte mit überhöhten Versandkosten entgegen wirken.

Große Änderungen wird das Bewertungssystem erfahren: Verkäufer können ihre Kunden künftig nicht mehr neutral oder negativ bewerten, um Rachebewertungen zu verhindern. Die Händler können also nur ein positives oder gar kein Urteil abgeben. eBay begründet dies damit, dass ein Käufer lediglich bezahlen muss. Die Leistung des Verkäufers bestehe hingegen aus vielen Aspekten, die differenziert bewertet werden können. Noch nicht genauer benannte Schutzmaßnahmen sollen Verkäufer vor Betrug schützen.

Der im Bewertungsprofil angezeigte Prozentsatz positiver Bewertungen wird künftig anhand der Daten der zurückliegenden 12 Monate berechnet und gibt damit ein aktuelleres Bild des Mitglieds. Während bislang nur eine positive Bewertung des selben Mitglieds für ein anderes in die Berechnung einfloss, zählt das System künftig bis zu einem Punkt pro Woche. So profitieren Händler davon, wenn sie Stammkunden gewinnen. (ad)

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