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eHealth-Unternehmen CompuGROUP will an die Börse

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Das auf Lösungen rund um das Gesundheitswesen spezialierte Softwareunternehmen CompuGROUP will am 4. Mai an die Börse gehen - und erhofft sich davon nach Abzug von Kosten einen Emissionserlös von bis zu 395 Millionen Euro. Dies geht aus einem am Samstag auf der Internetseite der CompuGROUP veröffentlichten Wertpapierprospekt hervor. CompuGROUP bietet Arztinformationssysteme für niedergelassene Ärzte und Zahnärzte an und ist als eines der Unternehmen hinter der elektronische Gesundheitskarte bekannt. Der Börsengang soll im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen.

An die Gesellschaft soll ein Erlös von bis zu 175 Millionen Euro fließen. Mit dem Geld soll unter anderem die Expansion vorangetrieben werden. Neben organischem Wachstum stehen Akquisitionen an, vor allem außerhalb Westeuropas. Der Fokus der Gesellschaft richtet sich laut Börsenprospekt auf lokale Unternehmen mit starken Marken und etablierter Kundenbasis. Zudem will CompuGROUP mit dem Erlös seine Schulden reduzieren. So verzeichnete das Unternehmen 2006 gut 160 Millionen Euro an lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Der Umsatz lag in dieser Zeit bei rund 140 Millionen Euro, der Jahresüberschuss betrug 11,4 Millionen Euro.

Im Rahmen des Börsengangs ist ein Angebot von 16,55 Millionen Aktien geplant. 7,34 Millionen Stücke stammen aus einer Kapitalerhöhung. Der Rest kommt aus dem Bestand der Altaktionäre, davon werden bis zu 2,16 Millionen Papiere im Rahmen einer möglichen Mehrzuteilungsoption angeboten. Wesentliche Anteilseigner der CompuGROUP sind die Familie von Firmenchef Frank Gotthardt, die 54,6 Prozent des Kapitals hält und die Beteiligungsgesellschaft General Atlantic (GAP) mit 36,9 Prozent. Die Altaktionäre wollen nach dem Börsengang noch etwa 53 Prozent der Anteile halten.

Die Zeichnungsfrist für das Angebot wird frühestens vom 30. April beginnen und bis spätestens zum 3. Mai laufen. Die Preisspanne will das Unternehmen kurz vor dem Beginn der Angebotsfrist bekannt geben. Ausgewählten Führungskräften der CompuGROUP werden laut Prospekt in einem gewissen Umfang Aktien mit einem Preisnachlass von 20 Prozent zum Platzierungspreis angeboten. Zu den begleitende Banken gehören die Deutsche Bank, Lehman Brothers und Sal. Oppenheim. (dpa) (nij)