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eops nimmt angeblich 300-Euro-Dialer vom Markt

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Die Düsseldorfer eops AG bremst nach eigenen Angaben ihren 0190er-Dialer X-Diver aus. So soll es Anbietern nicht mehr möglich sein, mehr als 100 Euro pro Verbindungsaufbau zu kassieren. Eine besonders perfide Variante des Dialers war in die Schlagzeilen geraten, weil sie pro Einwahl 300 Euro abrechnete. Die Summe wird erst später über die Telefonrechnung inkasso eingezogen. Angeblich sollen die Nutzer für die 300 Euro ein Passwort zu einem "SoftTeens" genannten "Service" erhalten.

"Mit diesen Maßnahmen reagiert die eops AG auf die derzeitige Sensibilität der Verbraucher gegenüber dem Dialer als Zahlungssystem", lässt die Düsseldorfer Firma, wissen. "Entgegen einiger Presseberichte" bestehe keine Verbindung zwischen "unseriösen 0190-Dialern" und der eops AG. Doch die Düsseldorfer Firma geht offenbar auch nicht gegen obskure Websites vor, die penetrant versuchen, den X-Diver auf dem Rechner von Nutzern zu installieren.

Wer etwa durch eine Spam-E-Mail auf eine solche Seite gelockt wird, ist oft überfordert von der Flut von Werbe-Popup-Fenstern und Download-Angeboten. So mancher überforderte Surfer klickt dann verzweifelt herum und bestätigt so ungewollt die Installationsroutine des Dialers, der ausdrücklich auf die hohen Einwahlkosten hinweist. Im Internet (z. B. unter www.dialerhilfe.de) kursieren Belege dafür, dass der Dialer entgegen den Angaben von eops auch mehrere Einwahlen kurz hintereinander zulässt. So kann man dann in wenigen Minuten mehr als tausend Euro loswerden.

Abgerechnet werden die Einwahlen über 0190-0-Nummern aus einem Block, den eops beim Hamburger Telco Hansenet angemietet hat. Der Dialer-Anbieter verliert kein Wort dazu, wohin das Geld fließt. "Die als Reseller fungierende eops AG distanziert sich hiermit von dem Content unseriöser Anbieter", teilt das Unternehmen stattdessen lapidar mit. (hob)

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