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".eu"-Domain wird international

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Knapp 40.000 Anmeldungen in der ersten Stunde hat die ".eu"-Registry Eurid zum Registrierungsstart für Domainnamen mit nicht-lateinischen Zeichen am heutigen Donnerstag verzeichnet. Insgesamt konnten Provider aus 27 EU-Mitgliedsländern erstmals auch Domains mit griechischen oder kyrillischen Schriftzeichen sowie anderen Sonderzeichen, etwa deutschen Umlauten, registrieren.

In Deutschland war laut Eurid-Informationen das Interesse am größten, gefolgt von Tschechien, Frankreich, Luxemburg, Polen, Belgien und Griechenland. "Die ersten sechs Domains waren zu unserer Überraschung alles deutsche Begriffe", sagte Eurid-Sprecherin Maria Göth. Zuallererst wurde so etwa "ärzte.eu" registriert. Technische Probleme habe es keine gegeben, versicherte Göth. ".eu" dürfte mit dem Start heute die 3-Millionen-Grenze überspringen

Registrare in Deutschland zeigten sich insgesamt zufrieden mit dem Start, auch wenn das Interesse nicht so hoch gewesen sei wie für die kürzlich vergebenen 2-Buchstaben- und Ziffern-Domains. Die Erfolgsraten bei einigen der angefragten Registrare lagen zwischen 40 und 65 Prozent. Nicht für alle lief es perfekt: So mancher konfektionierte Registrier-Robot konnte für den Start nicht eingesetzt werden. Daher mussten betroffene Registrare auf eigene Softwarelösungen zurückgreifen.

Im nächsten Schritt strebt die EU-Kommission nun an, auch .eu noch in Griechisch und Kyrillisch zu beantragen, teilte Noch-Medienkommissarin Viviane Reding mit. Sie habe ICANNs CEO Rod Beckstrom bereits über die Pläne der Kommission informiert. Um die Umsetzung muss sich allerdings Redings Nachfolgerin Neelie Kroes kümmern. (vbr)