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i-mode ist am Ende

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Der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter E-Plus schaltet den Datendienst i-mode Ende März ab. "i-mode steht unseren Kunden ab dem 1. April nicht mehr zur Verfügung", erklärt ein Unternehmenssprecher und bestätigt einen Bericht des Branchendiensts Teltarif. Betroffenen Kunden macht der Netzbetreiber das Angebot, in den Tarif Surf & Mail Flatrate für das WAP-Portal (5 Euro/Monat) zu wechseln. Schon seit einiger Zeit hatte E-Plus die Vermarktung von i-mode eingestellt, auch entsprechende Handys hat der Netzbetreiber nicht mehr im Angebot. Wie viele Kunden i-mode zuletzt tatsächlich noch genutzt haben verriet das Unternehmen nicht.

i-mode habe nicht mehr in die auf den Massenmarkt ausgerichtete Strategie des Unternehmens gepasst, hieß es aus Düsseldorf weiter. Schon im Sommer 2006 hatte der damalige E-Plus-Chef Michael Krammer durchblicken lassen, dass i-mode nicht in seine Pläne passte. Der inzwischen wieder in seinem Heimatland wirkende Telecom-Manager hatte E-Plus eine neue Marschrichtung vorgegeben. Damals begann das lange Sterben von i-mode: E-Plus nahm den Dienst aus der Vermarktung und auch passende Handys gab es zunehmend weniger im Markt.

Der in Japan sehr erfolgreiche und beliebte Dienst hat sich in Deutschland, wo er schon 2002 gestartet wurde, nie richtig durchgesetzt. E-Plus betont, der Ausstieg bedeute nicht, dass man mit i-mode nicht erfolgreich gewesen sei. Vielleicht ein bisschen früh dran, aber nicht erfolglos. Zahlen, die das untermauern könnten, nennt das Unternehmen nicht. Auch in anderen Ländern geriet der vom japanischen Netzbetreiber NTT DoCoMo entwickelte Dienst auf den absteigenden Ast: Entweder wurde i-mode nicht mehr wie geplant eingeführt oder ebenfalls abgeschaltet. (vbr)

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