iFixit: Nexus 6 ist einfach zu reparieren

Das Nexus 6 wurde von iFixit komplett zerlegt. Hersteller Motorola verzichtet weitgehend auf Klebstoff, wodurch einzelne Komponenten des Phablets im Falle eines Defekts ohne Schwierigkeiten ausgetauscht werden können.

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Der Akku und die Kameras lassen sich beim Nexus 6 relativ einfach austauschen. Die Display-Einheit kann hingegen nur komplett ersetzt werden

(Bild: iFixit)

Von
  • Denise Bergert

Viele Elektronik-Hersteller verwenden bei der Montage ihrer Smartphones inzwischen sehr viel Klebstoff. Ist das Gerät defekt, kann die Reparatur zum Problem werden. Aufgrund des Leims lässt sich das Gehäuse meist nur mit hohem Kraftaufwand öffnen, wobei das eine oder andere Bauteil in die Brüche gehen kann.

Google und Motorola verzichten beim Nexus 6 weitgehend auf Kleber. Zu dieser Erkenntnis kommt die Technik-Website iFixit, die neue Geräte kurz nach dem Release in ihre Einzelteile zerlegt und die Reparierbarkeit überprüft. Die Kunststoff-Rückseite des Phablets ist nur mit Clips am Gehäuse befestigt. Diese lassen sich mit einem entsprechenden Hebelwerkzeug relativ einfach lösen. Mit ein wenig Druck springt die Abdeckung beim Zusammenbau wieder zurück in ihre Halterung.

Unter der Rückschale kommt ein Kunststoff-Rahmen zum Vorschein, der mit 22 T3-Torx-Schrauben in Position gehalten wird. Sind diese gelöst, gelangt der Nexus-6-Besitzer an den Akku. Das 3.220-mAh-Modell ist mit Klebstoff an der Oberseite des Plastik-Rahmens befestigt. Mit Fingerspitzengefühl lässt sich diese Komponente gegen einen neuen Akku austauschen. Die beiden Kameras des Nexus 6 können noch problemloser ersetzt werden.

Bei den übrigen Bauteilen wird es allerdings schwierig. Der AMOLED-Bildschirm und der Digitizer sind fest mit dem Display-Glas verbunden und können bei einem Defekt nur komplett ersetzt werden. Die übrigen Komponenten sind mit dem Mainboard verlötet, was einen Tausch ebenfalls schwierig macht. Durch diese Abstriche liegt der Repairability Score des Nexus 6 bei sieben von zehn möglichen Punkten. Diesen Rang teilt sich das Motorola-Smartphone mit dem iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus. Der Vorgänger Nexus 5 erreichte noch acht von zehn Punkten.

Das Nexus 6 bietet einen AMOLED-Bildschirm im 5,96-Zoll-Format mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Als Betriebssystem kommt Android 5 zum Einsatz. Der Quad-Core-Prozessor Qualdcomm Snapdragon 805 taktet maximal mit 2,7 GHz. Er wird von 3 GB RAM unterstützt. Das Smartphone ist über Googles Play Store zum Preis von 649 Euro für die 32-GB-Version bzw. für 699 Euro mit 64 GB Speicher vorbestellbar. Wann genau der Konzern mit der Auslieferung beginnen wird, ist noch unklar. (axk)