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iMac 500 Mark billiger

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Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft will Apple Deutschland das iMac-Geschäft ankurbeln. Statt den bisherigen 2998 DM liegt der empfohlene Verkaufspreis des Einsteiger-Macintosh ab sofort bei 2499 DM. Das teilte Apple heute seinen Händlern mit.

Schulische Einrichtungen bezahlen sogar nur rund 2200 Mark. Apple akzeptiert Bestellungen von Studenten, Lehrern oder Professoren allerdings nur, wenn diese über die Schule oder Universität abgewickelt werden.

Hintergrund der Aktion: die zur MacWorld angekündigte iMac-Ratenkauf-Aktion wurde "nicht besonders euphorisch aufgenommen", so Apple in der Händler-EMail. Deshalb wird dieses subventionierte Angebot, einen iMac für 88 Mark pro Monat (effektiver Jahreszins von 3,9 Prozent) zu erstehen, schon wieder eingestellt. An den bereits abgeschlossenen Verträgen ändert sich aber nichts, so daß die Leasing-Kunden von der Preissenkung nicht profitieren. Sie bezahlen über drei Jahre hinweg insgesamt 3168 DM für ihren iMac.

Ein neues Leasing-Angebot sieht eine Ratenzahlung von 86 DM pro Monat bei einem effektiven Jahreszins von 11,9 Prozent vor, was einem Gesamtpreis von 3096 DM entspricht: die 597 Mark Differenz zur normalen Barzahlung kassiert die abwickelnde Gesellschaft Dayna Capital.

Insider berichten, bis Jahresende wolle Apple hierzulande 15000 iMacs absetzen. Bleiben noch 9000 übrig: zur Markteinführung sollen nur 6000 Geräte verkauft worden sein. Kein Wunder -- im Vergleich zum US-Verkaufspreis von 1299 Dollar war der iMac in Deutschland viel zu teuer, wie c't wiederholt betonte.

Um die Vorgaben zu erfüllen, lockt Apple seine Händler jetzt mit einer Werbeaktion: Wer bis zum 26. November mindestens 24 iMacs bestellt, wird in halbseitigen Anzeigen, die am 4. und 11. Dezember in der FAZ und der Süddeutschen Zeitung erscheinen sollen, namentlich genannt. Vermutlich will das Unternehmen damit die verärgerten Händler wieder gut stimmen, die eben erst begonnen haben, für jene 88-Marks-Aktion mit teuren Anzeigen in der Lokalpresse zu werben. Wolfgang Papé, Geschäftsführer der hannoverschen Firma Frings&Kuschnerus, schimpft: "Die 5000 Mark, die ich für eine Beilage in der HAZ [Hannoversche Allgemeine Zeitung] bezahlt habe, sind jetzt weg." (se)

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