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iMovie entfernt Kopierschutz von Apples Kaufmusik

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DRM-Systeme sollen dafür sorgen, dass im Internet gekaufte Musik nicht unkontrolliert über Tauschbörsen verteilt werden kann, indem sie beispielsweise das Abspielen nur auf lizenzierten Rechnern erlauben. Kunden von Apples iTunes Music Store können sich der DRM-Beschränkungen offensichtlich mit einfachen Bordmitteln entledigen: Gekaufte Titel lassen sich als Tonspur in das mit Mac OS X ausgelieferte Videoschnitt-Programm iMovie (Version 4) einbinden und von dort aus etwa als WAV-Datei oder in einem beliebigen, von QuickTime unterstützten Format exportieren. Hat man beispielsweise die LAME-QuickTime-Komponente installiert, lässt sich ein Fairplay-DRM-geschütztes AAC-Musikstück ohne Umwege ins MP3-Format überführen. Der DRM-Schutz ist dann verschwunden. Viele Kunden wählten für dieses Entfernen der DRM-Komponente aus den beim iTunes Music Store gekauften Songs bisher den Umweg über das Brennen und anschließende Grabben einer Audio-CD.

Als "geknackt" gilt der Schutz damit nicht, denn die Herauslösung aus dem DRM-Container erfolgt mit Hilfe des Schlüssels des rechtmäßigen Käufers -- auf anderen Rechnern als denen, für die die Songs lizenziert sind, lassen sich geschützte Dateien auf diesem Wege nicht vom DRM befreien. Mit dem Erfolg des iTunes Music Store stieg auch die Anzahl der Tools, die das Entfernen des Kopierschutzes zum Ziel haben. Für den Nutzer fallen damit die DRM-Beschränkungen weg, er kann die gekaufte Musik also auch als MP3 konvertiert auf jedem beliebigen Player oder Rechner abspielen. (sha)