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iPad doch ab 499 Euro, Datentarife online

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Am Freitag hatte Apple eine Pressemeldung verschickt, laut der das billigste iPad 514 Euro kosten soll, heute Morgen ging jedoch der Apple-Shop mit anderen Preisen online: Demnach kostet die 16-GByte-Version 499 Euro, die mit 32 GByte 599 Euro und die mit 64 GByte 714 Euro. Die UMTS-Versionen kosten jeweils 100 Euro mehr. Am Freitag war noch von 514 und 614 Euro für die 16- und 32-GByte-Version die Rede.

Die 15 Euro Unterschied hat Apple-Chef Steve Jobs mit der in Deutschland erhobenen umstrittenen Urheberrechtsabgabe erklärt. Die ist jedoch laut Gema erst für Rechner mit "mindestens 40 GB" Massenspeicher fällig, worunter nur die 64-GByte-Version des iPad fällt – offensichtlich war das Apple am Freitag noch nicht bekannt. In der Tat ist die Richtlinie der GEMA nicht auf Geräte wie das iPad zugeschnitten: Die PCs und Notebooks müssten auch eine "offene Hardwarearchitektur" mit wählbarem Betriebssystem haben, einen "Cursor-Bewegungsmechanismus" und mindestens 1 GByte Arbeitsspeicher, was auf das iPad alles nicht zutrifft. In Punkt 2 sind "Mobile-Internet-Devices (MID)" sogar explizit ausgeschlossen. Möglicherweise ist hier also noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Die UMTS-Tarife kosten ähnlich viel wie die normalen Tarife von Vodafone und O2, gehen aber mit den Datenvolumen etwas anders um: Vodafones 20-Euro-Tarif bietet ein Datenvolumen von 200 MByte, sperrt danach aber den weiteren Zugang – bisherige Flatrates drosseln bei Erreichen dieser Grenze die Geschwindigkeit. Der zweite Vodafone-Tarif kostet 30 Euro im Monat für ein Datenvolumen von 3 GByte, danach wird er dann gedrosselt. Beide Tarife können monatlich gekündigt werden, auch kann man jeden Monat zwischen den Tarifen wechseln. Laut Fußnote darf man den Tarif nur mit dem iPad nutzen, Sprachdienste und SMS sind nicht möglich. Widersinnigerweise findet man die bei Datentarifen übliche Einschränkung, dass VoIP, Instant Messenger und Peer-to-Peer-Dienste verboten sind – wenn das kein Fehler ist, eignet sich dieser Tarif damit eigentlich nicht fürs iPad.

Die genauen Konditionen der O2-Tarife stehen noch nicht online. Laut Apple gibt es eine Version für 10 Euro mit 200 MByte Datenvolumen, eine mit 1 GByte für 15 Euro und eine ohne Limit für 25 Euro – standardmäßig bietet O2 200 MByte für 10 Euro und 5 GByte für 25 Euro an, wobei bei Erreichen der Grenze die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Schon die bisherigen Tarife kann man bei O2 monatlich kündigen; es handelt sich um einen O2-o-Vertrag ohne Grundgebühr und eine dazu gebuchte Datenoption mit monatlicher Kündigung.

Weitere Provider haben Datentarife inklusive Micro-SIM für das iPad angekündigt. Das iPad 3G kommt ohne Vertragsbindung oder SIM-Lock, lässt sich also mit jedem Provider nutzen, der Micro-SIMs anbietet. Alternativ kann man eine normale SIM zum kleineren Format zurechtschneiden.

Die Auslieferung der vorbestellten iPads und der Ladenverkauf beginnen am 28. Mai. (jow)

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