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Technology Review

iPhone-Programm soll Schwangerschaftschancen vergrößern

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Wenn es nach dem Gründer des Internet-Bezahldienstes PayPal geht, hilft "Big Data" bald Paaren, die bislang erfolglos versucht haben, ein Kind zu bekommen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe: Max Levchin, 37, hat dazu mit Glow eigens ein Start-up gegründet. Die Firma aus San Francisco bietet ab Sommer eine Smartphone-App an, die aus physiologischen Daten der Nutzerinnen den günstigsten Zeugungszeitpunkt errechnen soll.

Dazu erfasst die Software etwa, ob es bereits Kinder in der Familie gibt, wie lange das Paar schon versucht, schwanger zu werden, wann die letzte Periode war und wie viele Tage diese üblicherweise dauert. In Zukunft will Levchin auch die Daten medizinischer Sensoren verwenden. Maschinenlernalgorithmen sorgen dafür, dass die Genauigkeit der Vorhersage fruchtbarer Tage mit der Zeit immer besser wird.

Glow zeigt den aktuellen Status der Fruchtbarkeit in einem Kalender an und liefert regelmäßig Gesundheitstipps. Außerdem ist eine Social-Media-Komponente eingebaut: So gleicht die Software beispielsweise automatisch den Terminkalender der Frau und des Mannes ab und rät dem Paar dazu, sich an den wichtigen Tagen genügend gemeinsame freie Zeit zu nehmen.

Wie viel Glow kosten wird, haben Levchin und sein Team noch nicht kommuniziert – der Firmengründer betont aber, wie wichtig ihm persönlich die "Mission" der Firma ist. Klar ist daher bereits, dass das Start-up parallel zum kommerziellen Betrieb eine Stiftung gründen will, um Paaren zu helfen, im schlimmsten Fall eine Fruchtbarkeitsbehandlung zu finanzieren. Dazu müssen sie sich bereit erklären, jeden Monat 50 US-Dollar zu bezahlen. Paare, bei denen die Frau nach zehn Monaten nicht schwanger geworden ist, erhalten aus dem so gebildeten Fonds Geld für die Behandlung bei einem Fortpflanzungsmediziner.

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(bsc)

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